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ARABIN Würfel Pessar perforiert 29 mm Gr.1
- PZN: 00633857
Wichtige Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Anwendung
Produkteigenschaften:
Arabin WÃŒrfel Pessare perforiert und unperforiert (alle mit Knopf)
Bestandteile und Lagerung:
Das WÃŒrfel-Pessar besteht aus gewebefreundlichem Silikon mit einem Knopf und festgeschweiÃten Faden zur Erleichterung des Wechselns. Das Pessar kann bei Raumtemperatur bei 1 bis 30 °C geschÃŒtzt vor UV-Strahlung ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden.
Indikation:
Das WÃŒrfel Pessar hÀlt durch seinen Vakuum-Effekt besser als andere Pessare. Die unperforierte Form hÀlt besser als die perforierte Form, die jedoch leichter zu wechseln ist. Mit dem WÃŒrfel Pessar können verschiedene Grade der Scheidensenkung behandelt werden. Wenn die Senkung so stark ist, dass die Scheide dadurch nach auÃen gestÃŒlpt wird, spricht man von einem Vorfall. Durch ein in die Scheide eingefÃŒhrtes WÃŒrfel Pessar können die gesenkten Organe wieder in ihre ursprÃŒngliche Lage zurÃŒckgebracht werden. Das WÃŒrfel Pessar hÀlt durch seinen Saugnapfeffekt besser als andere Produkte. Behandlungsindikationen sind auch Störungen der Blasenentleerung, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und vor Operationen (mit Ãstrogencreme).
Schulung:
Wenn ein behandelnder Arzt wenig Erfahrung in der Pessar-Therapie hat, empfehlen wir eine Schulung (online/hands-on), den Besuch unserer Website www.dr-arabin.de. oder die Ãberweisung an erfahrene Kollegen.
GröÃen:
Die GröÃe des WÃŒrfel Pessars richtet sich nach der KantenlÀnge des WÃŒrfels. Es werden 10 verschiedene GröÃen angeboten, die eine minimale KantenlÀnge von 25mm (GröÃe 0) bis zu einer maximalen KantenlÀnge von 75mm (GröÃe 9) aufweisen. Die richtige GröÃenauswahl durch einen behandelnden Arzt ist Voraussetzung fÃŒr den sicheren Halt und beschwerdefreien Gebrauch. Der WÃŒrfel sollte so groà sein, dass er beim Pressen, Husten und bei Bewegungen gut sitzt/haftet. Ein zu groà gewÀhlter WÃŒrfel kann auf die Blase oder den Darm drÃŒcken und die Entfernung erschweren. Die Behandlung sollte immer mit einem WÃŒrfel beginnen, der sowohl beim Husten als auch beim Pressen haftet bzw. gut sitzt. Nach einigen Tagen oder Wochen kann es notwendig sein, die Pessar-GröÃe (meist auf ein kleineres Modell) zu wechseln. Im Fall einer verengten Scheide werden die gröÃeren Modelle angewendet.
Gebrauch:
Der behandelnde Arzt passt bei der Erstuntersuchung das Pessar an. WÃŒrfel Pessare werden nach anfÀnglicher Anleitung durch einen Arzt oder durch Anleitung einer anderen Fachperson von der TrÀgerin selbst tÀglich abends entfernt und morgens wiedereingesetzt. Dadurch können sich die ScheidenwÀnde ÃŒber Nacht erholen. In einigen FÀllen kann es jedoch sinnvoll sein, das Pessar zur Vorbereitung des Gewebes vor einer Operation auch nachts anzuwenden. Dies sollte jedoch nur auf Anordnung des behandelnden Arztes erfolgen. Bei einem groÃen Vorfall kann man bei pflegebedÃŒrftigen Patientinnen auch nachts ein kleineres Pessar einsetzen, jedoch immer in Absprache mit dem jeweils behandelnden Arzt. Es ist vorteilhaft, beim EinfÃŒhren des WÃŒrfels eine Salbe ÃŒber 2 - 3 WÃŒrfelkanten aufzutragen. Hierdurch wird nicht nur ein Gleiteffekt, sondern auch bei Verwendung von Ãstrogen eine bessere Gewebedurchblutung oder ein Aufbau einer normalen Scheidenflora erzielt. Die Wahl der Creme oder Salbe sollte mit dem behandelnden GynÀkologen besprochen werden. Zum EinfÃŒhren des WÃŒrfels stellt man Àhnlich wie beim EinfÃŒhren eines Tampons den Fuà auf einen Stuhl oder die Bettkante, es kann auch ausreichend sein, das Pessar mit gespreizten Beinen ggf. an einer Wand lehnend oder liegend einzufÃŒhren. Dabei schiebt man den WÃŒrfel soweit wie möglich in die Scheide. Erst dann sitzt das Pessar korrekt und fÃŒhrt zu keinerlei Druckbeschwerden. Zum Entfernen zieht man nach Lösen des Vakuums (Hin-und Her Bewegung) den WÃŒrfel am Faden - am besten in verschiedene Richtungen, ggf. auch mit leichtem Pressen - so weit herunter, bis ein Widerstand durch die Beckenbodenmuskulatur spÃŒrbar wird. Mit dem Zeige- und/oder Mittelfinger mÃŒssen die erreichbaren Kanten des Pessars so bewegt werden, dass sich das vorhandene Vakuum löst. Danach ist das Pessar unter gleichbleibenden leichten Faden Zug zu entfernen. Wenn die Patientin kein Wasser lassen kann, aber auch wenn eine Inkontinenz durch das Pessar verstÀrkt wird, sollte das Pessar entfernt und ein kleineres (anderes) Modell gewÀhlt werden. Die Patientin sollte angewiesen werden, alle Beschwerden -auch beim Wasserlassen/Stuhlgang- wÀhrend der Pessar Therapie sofort zu melden.
Nachuntersuchung:
Nach dem ersten Einsetzen des Pessars sollte die Patientin nach ca. einer Woche (spÀtestens nach vier Wochen) nachuntersucht werden. Bei jeder Nachuntersuchung sollte das Pessar entfernt und mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, wÀhrend die Scheide auf Erosionen, Drucknekrosen oder allergische Reaktionen untersucht wird. Nicht selten wird die GröÃe des Pessars nach der ersten Anpassung geÀndert. Die Patientin sollte dann erneut nach ein bis zwei Wochen eine Untersuchung durchfÃŒhren lassen. Wenn am Pessar Risse oder andere Defekte festgestellt werden, muss das Pessar ersetzt werden. Die Patientin sollte fÃŒr die Dauer der Behandlung vorzugsweise von demselben Arzt betreut werden. Bei einer motivierten Patientin, die eine effektive Handhabung des Pessars nachweist, können Nachuntersuchungen nach Ermessen weiter auseinanderliegen.
Anwendung/SÀubern:
Das WÃŒrfel- Pessar wird als therapeutisches Produkt bezeichnet und darf nur von einer einzigen Patientin verwendet werden. Die Reinigung erfolgt unter flieÃendem Wasser ohne Verwendung von Desinfektionsmitteln. Schleim oder Materialreste können ggf. vorsichtig mit einer weichen ZahnbÃŒrste entfernt werden, ohne den Knopf zu lockern oder herauszureiÃen.
Nebenwirkungen/ Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform darstellen, sind sie ein \"Fremdkörper\". Daher ist die hÀufigste Nebenwirkung vermehrter Ausfluss und ggf. Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch die Verwendung zusÀtzlicher MaÃnahmen (Cremes, Hygiene) vermindert werden. Beim Stuhlgang kann das Pessar tiefer treten (Bild oben rechts). Die Patientin sollte angewiesen werden, dann das Pessar zu ertasten und es wieder in der Scheide zu fixieren. Postmenopausale Frauen sind anfÀlliger fÃŒr vaginale Schleimhautverletzungen. Durch Förderung der Epithelreifung kann eine Behandlung mit Ãstrogencreme die Scheidenschleimhaut widerstandsfÀhiger gegen Erosionen machen. Bei lÀngerer Liegedauer und/oder Ãstrogenmangel kann es zu Druckbeschwerden der Scheidenschleimhaut kommen. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird. Bei UnvertrÀglichkeit kann ein anderes Modell, z.B. ein Schalen- oder Keulen-Pessar gewÀhlt werden. Dies entscheidet dann der Arzt. Falls der Faden ausreiÃen sollte, ist das Pessar so bald wie möglich zu entfernen. Bei Frauen, die eine verdeckte Form der BlasenschwÀche haben (\"larvierte Inkontinenz\") kann das WÃŒrfelpessar eine Harninkontinenz verstÀrken. In diesen FÀllen soll mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob auf ein anderes Modell (Urethra- oder Urethra-Schalen Pessar) gewechselt oder eine andere Behandlung durchgefÃŒhrt werden muss. Bei pflegebedÃŒrftigen oder Àngstlichen Patientinnen kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechselns eingebunden werden, bei Blutungen oder ernsten Infektionen muss immer ein Arzt konsultiert werden.
Liegedauer:
Die Therapie ist \"kurzfristig\" (< 30 Tage). Unsere Empfehlung ist jedoch, das Pessar jeden Abend zu wechseln! Es darf nur von derselben Patientin wiederverwendet werden.
Kontraindikationen:
Bei Patientinnen, die pflegebedÃŒrftig oder nicht in der Lage sind, auf regelmÀÃiges Wechseln zu achten, kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechselns integriert werden. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprÀgtem Fluor sollte aber der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden. Eine Allergie gegen Silikon ist extrem selten, wÀre aber auch eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, darunter auch entzÃŒndliche Erkrankungen der Scheide oder des Beckens, schlieÃen eine die Verwendung eines Pessars aus, bis die Infektion abgeklungen ist. Patientinnen, die RatschlÀge nicht verstehen, ignorieren oder nicht nachbeobachtet werden können, sollten kein Pessar erhalten.
Warnung:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremen Fluor mit Geruchsbildung muss der behandelnde Arzt so schnell wie möglich zu Rate gezogen werden. Obwohl Cremes und Gels die Behandlung mit Pessaren verbessern, wurde die VertrÀglichkeit von diesen Produkten auf das Material des Pessars nicht getestet. Schwere Komplikationen, die auf das Pessar zurÌckzufÌhren sind, sollten dem Hersteller und ggf. den verantwortlichen Behörden gemeldet werden.
Haltbarkeit:
Dem Pessar wurde eine Haltbarkeit in der Originalverpackung von 10 Jahren ab dem Produktionsdatum zugeordnet. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir den Gebrauch fÌr drei Jahre. Falls bei der Inspektion des Pessars Risse, Verformungen oder VerfÀrbungen auftreten, muss das Pessar zu jedem Zeitpunkt ersetzt werden.
Entsorgung:
Gebrauchte und beschÀdigte Silikonprodukte können in keimarmem Zustand zu Hause im HausmÌll eingepackt entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen mÌssen die lÀnderspezifischen Vorschriften eingehalten werden.
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ÃŒberarbeitet im Juli 2020.
Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022
Arabin WÃŒrfel Pessare perforiert und unperforiert (alle mit Knopf)
Bestandteile und Lagerung:
Das WÃŒrfel-Pessar besteht aus gewebefreundlichem Silikon mit einem Knopf und festgeschweiÃten Faden zur Erleichterung des Wechselns. Das Pessar kann bei Raumtemperatur bei 1 bis 30 °C geschÃŒtzt vor UV-Strahlung ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden.
Indikation:
Das WÃŒrfel Pessar hÀlt durch seinen Vakuum-Effekt besser als andere Pessare. Die unperforierte Form hÀlt besser als die perforierte Form, die jedoch leichter zu wechseln ist. Mit dem WÃŒrfel Pessar können verschiedene Grade der Scheidensenkung behandelt werden. Wenn die Senkung so stark ist, dass die Scheide dadurch nach auÃen gestÃŒlpt wird, spricht man von einem Vorfall. Durch ein in die Scheide eingefÃŒhrtes WÃŒrfel Pessar können die gesenkten Organe wieder in ihre ursprÃŒngliche Lage zurÃŒckgebracht werden. Das WÃŒrfel Pessar hÀlt durch seinen Saugnapfeffekt besser als andere Produkte. Behandlungsindikationen sind auch Störungen der Blasenentleerung, Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und vor Operationen (mit Ãstrogencreme).
Schulung:
Wenn ein behandelnder Arzt wenig Erfahrung in der Pessar-Therapie hat, empfehlen wir eine Schulung (online/hands-on), den Besuch unserer Website www.dr-arabin.de. oder die Ãberweisung an erfahrene Kollegen.
GröÃen:
Die GröÃe des WÃŒrfel Pessars richtet sich nach der KantenlÀnge des WÃŒrfels. Es werden 10 verschiedene GröÃen angeboten, die eine minimale KantenlÀnge von 25mm (GröÃe 0) bis zu einer maximalen KantenlÀnge von 75mm (GröÃe 9) aufweisen. Die richtige GröÃenauswahl durch einen behandelnden Arzt ist Voraussetzung fÃŒr den sicheren Halt und beschwerdefreien Gebrauch. Der WÃŒrfel sollte so groà sein, dass er beim Pressen, Husten und bei Bewegungen gut sitzt/haftet. Ein zu groà gewÀhlter WÃŒrfel kann auf die Blase oder den Darm drÃŒcken und die Entfernung erschweren. Die Behandlung sollte immer mit einem WÃŒrfel beginnen, der sowohl beim Husten als auch beim Pressen haftet bzw. gut sitzt. Nach einigen Tagen oder Wochen kann es notwendig sein, die Pessar-GröÃe (meist auf ein kleineres Modell) zu wechseln. Im Fall einer verengten Scheide werden die gröÃeren Modelle angewendet.
Gebrauch:
Der behandelnde Arzt passt bei der Erstuntersuchung das Pessar an. WÃŒrfel Pessare werden nach anfÀnglicher Anleitung durch einen Arzt oder durch Anleitung einer anderen Fachperson von der TrÀgerin selbst tÀglich abends entfernt und morgens wiedereingesetzt. Dadurch können sich die ScheidenwÀnde ÃŒber Nacht erholen. In einigen FÀllen kann es jedoch sinnvoll sein, das Pessar zur Vorbereitung des Gewebes vor einer Operation auch nachts anzuwenden. Dies sollte jedoch nur auf Anordnung des behandelnden Arztes erfolgen. Bei einem groÃen Vorfall kann man bei pflegebedÃŒrftigen Patientinnen auch nachts ein kleineres Pessar einsetzen, jedoch immer in Absprache mit dem jeweils behandelnden Arzt. Es ist vorteilhaft, beim EinfÃŒhren des WÃŒrfels eine Salbe ÃŒber 2 - 3 WÃŒrfelkanten aufzutragen. Hierdurch wird nicht nur ein Gleiteffekt, sondern auch bei Verwendung von Ãstrogen eine bessere Gewebedurchblutung oder ein Aufbau einer normalen Scheidenflora erzielt. Die Wahl der Creme oder Salbe sollte mit dem behandelnden GynÀkologen besprochen werden. Zum EinfÃŒhren des WÃŒrfels stellt man Àhnlich wie beim EinfÃŒhren eines Tampons den Fuà auf einen Stuhl oder die Bettkante, es kann auch ausreichend sein, das Pessar mit gespreizten Beinen ggf. an einer Wand lehnend oder liegend einzufÃŒhren. Dabei schiebt man den WÃŒrfel soweit wie möglich in die Scheide. Erst dann sitzt das Pessar korrekt und fÃŒhrt zu keinerlei Druckbeschwerden. Zum Entfernen zieht man nach Lösen des Vakuums (Hin-und Her Bewegung) den WÃŒrfel am Faden - am besten in verschiedene Richtungen, ggf. auch mit leichtem Pressen - so weit herunter, bis ein Widerstand durch die Beckenbodenmuskulatur spÃŒrbar wird. Mit dem Zeige- und/oder Mittelfinger mÃŒssen die erreichbaren Kanten des Pessars so bewegt werden, dass sich das vorhandene Vakuum löst. Danach ist das Pessar unter gleichbleibenden leichten Faden Zug zu entfernen. Wenn die Patientin kein Wasser lassen kann, aber auch wenn eine Inkontinenz durch das Pessar verstÀrkt wird, sollte das Pessar entfernt und ein kleineres (anderes) Modell gewÀhlt werden. Die Patientin sollte angewiesen werden, alle Beschwerden -auch beim Wasserlassen/Stuhlgang- wÀhrend der Pessar Therapie sofort zu melden.
Nachuntersuchung:
Nach dem ersten Einsetzen des Pessars sollte die Patientin nach ca. einer Woche (spÀtestens nach vier Wochen) nachuntersucht werden. Bei jeder Nachuntersuchung sollte das Pessar entfernt und mit lauwarmem Wasser gereinigt werden, wÀhrend die Scheide auf Erosionen, Drucknekrosen oder allergische Reaktionen untersucht wird. Nicht selten wird die GröÃe des Pessars nach der ersten Anpassung geÀndert. Die Patientin sollte dann erneut nach ein bis zwei Wochen eine Untersuchung durchfÃŒhren lassen. Wenn am Pessar Risse oder andere Defekte festgestellt werden, muss das Pessar ersetzt werden. Die Patientin sollte fÃŒr die Dauer der Behandlung vorzugsweise von demselben Arzt betreut werden. Bei einer motivierten Patientin, die eine effektive Handhabung des Pessars nachweist, können Nachuntersuchungen nach Ermessen weiter auseinanderliegen.
Anwendung/SÀubern:
Das WÃŒrfel- Pessar wird als therapeutisches Produkt bezeichnet und darf nur von einer einzigen Patientin verwendet werden. Die Reinigung erfolgt unter flieÃendem Wasser ohne Verwendung von Desinfektionsmitteln. Schleim oder Materialreste können ggf. vorsichtig mit einer weichen ZahnbÃŒrste entfernt werden, ohne den Knopf zu lockern oder herauszureiÃen.
Nebenwirkungen/ Komplikationen:
Obwohl Pessare eine sichere Behandlungsform darstellen, sind sie ein \"Fremdkörper\". Daher ist die hÀufigste Nebenwirkung vermehrter Ausfluss und ggf. Geruch. Diese Nebenwirkung kann durch die Verwendung zusÀtzlicher MaÃnahmen (Cremes, Hygiene) vermindert werden. Beim Stuhlgang kann das Pessar tiefer treten (Bild oben rechts). Die Patientin sollte angewiesen werden, dann das Pessar zu ertasten und es wieder in der Scheide zu fixieren. Postmenopausale Frauen sind anfÀlliger fÃŒr vaginale Schleimhautverletzungen. Durch Förderung der Epithelreifung kann eine Behandlung mit Ãstrogencreme die Scheidenschleimhaut widerstandsfÀhiger gegen Erosionen machen. Bei lÀngerer Liegedauer und/oder Ãstrogenmangel kann es zu Druckbeschwerden der Scheidenschleimhaut kommen. Dies ist am schlimmsten, wenn ein Pessar vergessen wird. Bei UnvertrÀglichkeit kann ein anderes Modell, z.B. ein Schalen- oder Keulen-Pessar gewÀhlt werden. Dies entscheidet dann der Arzt. Falls der Faden ausreiÃen sollte, ist das Pessar so bald wie möglich zu entfernen. Bei Frauen, die eine verdeckte Form der BlasenschwÀche haben (\"larvierte Inkontinenz\") kann das WÃŒrfelpessar eine Harninkontinenz verstÀrken. In diesen FÀllen soll mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob auf ein anderes Modell (Urethra- oder Urethra-Schalen Pessar) gewechselt oder eine andere Behandlung durchgefÃŒhrt werden muss. Bei pflegebedÃŒrftigen oder Àngstlichen Patientinnen kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechselns eingebunden werden, bei Blutungen oder ernsten Infektionen muss immer ein Arzt konsultiert werden.
Liegedauer:
Die Therapie ist \"kurzfristig\" (< 30 Tage). Unsere Empfehlung ist jedoch, das Pessar jeden Abend zu wechseln! Es darf nur von derselben Patientin wiederverwendet werden.
Kontraindikationen:
Bei Patientinnen, die pflegebedÃŒrftig oder nicht in der Lage sind, auf regelmÀÃiges Wechseln zu achten, kann eine Pflegekraft oder ein Familienmitglied in die Handhabung des Wechselns integriert werden. Bei Schmerzen, Blutungen oder ausgeprÀgtem Fluor sollte aber der behandelnde Arzt zu Rate gezogen werden. Eine Allergie gegen Silikon ist extrem selten, wÀre aber auch eine Kontraindikation. Aktive Infektionen, darunter auch entzÃŒndliche Erkrankungen der Scheide oder des Beckens, schlieÃen eine die Verwendung eines Pessars aus, bis die Infektion abgeklungen ist. Patientinnen, die RatschlÀge nicht verstehen, ignorieren oder nicht nachbeobachtet werden können, sollten kein Pessar erhalten.
Warnung:
Bei Schmerzen, Blutungen oder extremen Fluor mit Geruchsbildung muss der behandelnde Arzt so schnell wie möglich zu Rate gezogen werden. Obwohl Cremes und Gels die Behandlung mit Pessaren verbessern, wurde die VertrÀglichkeit von diesen Produkten auf das Material des Pessars nicht getestet. Schwere Komplikationen, die auf das Pessar zurÌckzufÌhren sind, sollten dem Hersteller und ggf. den verantwortlichen Behörden gemeldet werden.
Haltbarkeit:
Dem Pessar wurde eine Haltbarkeit in der Originalverpackung von 10 Jahren ab dem Produktionsdatum zugeordnet. Nach dem Einsetzen des Pessars empfehlen wir den Gebrauch fÌr drei Jahre. Falls bei der Inspektion des Pessars Risse, Verformungen oder VerfÀrbungen auftreten, muss das Pessar zu jedem Zeitpunkt ersetzt werden.
Entsorgung:
Gebrauchte und beschÀdigte Silikonprodukte können in keimarmem Zustand zu Hause im HausmÌll eingepackt entsorgt werden. In medizinischen Einrichtungen mÌssen die lÀnderspezifischen Vorschriften eingehalten werden.
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ÃŒberarbeitet im Juli 2020.
Quelle: www.dr-arabin.de
Stand: 01/2022