Handelt es sich bei Ihrem Kassenrezept um ein herkömmliches Rezept oder ein E-Rezept?
E-RezeptSediat 50 mg
- PZN: 03280595
Wichtige Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Anwendung
Sediat 50 mg Tabletten. Wirkstoff: Diphenhydraminhydrochlorid. Anwendungsgebiet: Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre ?rztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION F?R ANWENDER
Sediat 50 mg Tabletten, zur Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen bei Erwachsenen
Wirkstoff: Diphenhydraminhydrochlorid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgf?ltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enth?lt wichtige Informationen f?r Sie.
- Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht m?chten Sie diese sp?ter nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat ben?tigen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f?r Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
- Wenn Sie sich nicht besser oder gar schlechter f?hlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
- WAS IST SEDIAT UND WOF?R WIRD ES ANGEWENDET?
- WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON SEDIAT BEACHTEN?
- WIE IST SEDIAT EINZUNEHMEN?
- WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M?GLICH?
- WIE IST SEDIAT AUFZUBEWAHREN?
- INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN.
1. WAS IST SEDIAT UND WOF?R WIRD ES ANGEWENDET?
Sediat ist ein Schlafmittel aus der Gruppe der Antihistaminika.
Sediat wird angewendet zur Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen.
2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON SEDIAT BEACHTEN?
Sediat darf nicht eingenommen werden:
- wenn Sie allergisch gegen Diphenhydraminhydrochlorid, andere Antihistaminika oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- bei akutem Asthma
- bei gr?nem Star (Engwinkelglaukom)
- bei bestimmten Geschw?lsten des Nebennierenmarks (Ph?ochromozytom)
- bei Vergr??erung der Vorsteherdr?se mit Restharnbildung
- bei Harnverhaltung
- bei Epilepsie
- bei Kalium- oder Magnesiummangel
- bei verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie)
- bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenem QT-Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamen Herzsch?den, insbesondere Durchblutungsst?rungen der Herzkranzgef??e, Erregungsleitungsst?rungen, Arrhythmien)
- bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verl?ngern oder zu einer Hypokali?mie f?hren (siehe unter \"Einnahme von Sediat zusammen mit anderen Arzneimitteln\")
- bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder sogenannten \"MAO-Hemmern\" (Mitteln zur Behandlung von Depressionen)
- w?hrend der Schwangerschaft oder Stillzeit
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Warnhinweise und Vorsichtsma?nahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Sediat einnehmen, wenn Sie unter einer der folgenden Erkrankungen leiden:
- eingeschr?nkter Leberfunktion
- chronischen Lungenerkrankungen oder Asthma
- bestimmten Magenfunktionsst?rungen (Pylorusstenose oder Achalasie der Kardia).
Nach wiederholter Einnahme von Schlafmitteln ?ber einen l?ngeren Zeitraum kann es zu einem Verlust an Wirksamkeit (Toleranz) kommen.
Wie auch bei anderen Schlafmitteln kann die Einnahme von Sediat zur Entwicklung von k?rperlicher und seelischer Abh?ngigkeit f?hren. Das Risiko einer Abh?ngigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. Auch bei Patienten mit Alkohol-, Arzneimittel- oder Drogenabh?ngigkeit in der Vorgeschichte ist dieses Risiko erh?ht.
Beim Beenden einer Behandlung mit Sediat k?nnen durch pl?tzliches Absetzen Schlafst?rungen vor?bergehend wieder auftreten. Deshalb wird empfohlen, die Behandlung ggf. durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden.
Kinder und Jugendliche:
Kinder unter Jugendliche unter 18 Jahren sollten nicht mit Sediat behandelt werden.
Einnahme von Sediat zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, k?rzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Die Wirkung nachfolgend genannter Arzneistoffe kann bei gleichzeitiger Behandlung mit Sediat beeinflusst werden:
Diphenhydraminhydrochlorid darf nicht zusammen mit sogenannten \"MAO-Hemmern\" (bestimmten Mitteln zur Behandlung von Depressionen) gegeben werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Sediat mit anderen Medikamenten, die ebenfalls Diphenhydramin enthalten, einschlie?lich von solchen, die ?u?erlich angewendet werden, ist zu vermeiden.
Die gleichzeitige Anwendung mit anderen zentral d?mpfenden Arzneimitteln wie Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- oder Narkosemitteln, angstl?senden Mitteln (Anxiolytika), Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen oder Mitteln zur Behandlung von Anfallsleiden (Antiepileptika) kann zu einer gegenseitigen Verst?rkung der Wirkungen f?hren.
Die sogenannte \"anticholinerge\" Wirkung von Diphenhydramin kann durch Arzneistoffe mit ?hnlicher Wirkung wie Atropin, Biperiden, trizyklischen Antidepressiva oder Monoaminoxidase-Hemmern verst?rkt werden. Es k?nnen eine Erh?hung des Augeninnendruckes, Harnverhaltung oder eine u.U. lebensbedrohliche Darml?hmung auftreten.
Die Anwendung von Diphenhydramin zusammen mit Blutdruck senkenden Arzneimitteln kann zu verst?rkter M?digkeit f?hren.
Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verl?ngern, z.B. Mittel gegen Herzrhythmusst?rungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III, bestimmte Antibiotika (z.B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darmgeschw?re (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika), oder zu einem Kaliummangel f?hren k?nnen (z.B. bestimmte harntreibende Mittel), ist zu vermeiden.
Sonstige m?gliche Wechselwirkungen:
Diphenhydramin kann bei Allergie-Tests m?glicherweise die Testergebnisse verf?lschen und sollte deshalb mindestens 3 Tage vorher nicht mehr angewendet werden.
Einnahme von Sediat zusammen mit Nahrungsmitteln, Getr?nken und Alkohol:
W?hrend der Anwendung von Sediat d?rfen Sie keinen Alkohol trinken, da hierdurch die Wirkung von Diphenhydramin in nicht vorhersehbarer Weise ver?ndert und verst?rkt wird.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
W?hrend der Schwangerschaft und Stillzeit d?rfen Sie Sediat nicht einnehmen.
Verkehrst?chtigkeit und F?higkeit zum Bedienen von Maschinen:
Sie d?rfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen, weil Sediat auch bei bestimmungsgem??em Gebrauch das Reaktionsverm?gen soweit ver?ndern kann, dass die F?higkeit zur aktiven Teilnahme am Stra?enverkehr beeintr?chtigt wird. Das Gleiche gilt f?r das Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen sowie die Aus?bung gefahrvoller T?tigkeiten. Auch am Folgetag k?nnen sich Restm?digkeit und beeintr?chtigtes Reaktionsverm?gen noch nachteilig auf die Fahrt?chtigkeit oder die F?higkeit zum Arbeiten mit Maschinen auswirken, vor allem nach unzureichender Schlafdauer.
3. WIE IST SEDIAT EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis betr?gt:
Erwachsene 1 Tablette (entsprechend 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid). Diese Dosis sollte nicht ?berschritten werden.
Patienten mit eingeschr?nkter Leber- oder Nierenfunktion sollten niedrigere Dosen erhalten.
Auch bei ?lteren oder geschw?chten Patienten, die u.U. besonders empfindlich reagieren, wird empfohlen, die Dosis erforderlichenfalls anzupassen.
Anwendung bei Kindern und Jugendliche:
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten nicht mit Sediat behandelt werden.
Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Tabletten, wenn Sie Schwierigkeiten haben, diese im Ganzen zu schlucken.
Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Tabletten bitte unzerkaut abends 30 Minuten vor dem Schlafengehen mit ausreichend Fl?ssigkeit ein (vorzugsweise einem Glas Trinkwasser).
Anschlie?end sollte eine ausreichende Schlafdauer (7-8 Stunden) gew?hrleistet sein.
Dauer der Anwendung:
Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie m?glich sein. Sie sollte im Allgemeinen nur wenige Tage betragen und 2 Wochen nicht ?berschreiten.
Bei fortbestehenden Schlafst?rungen suchen Sie bitte einen Arzt auf!
Wenn Sie eine gr??ere Menge von Sediat eingenommen haben, als Sie sollten:
?berdosierungen mit Diphenhydramin k?nnen gef?hrlich sein - insbesondere f?r Kinder und Kleinkinder. Aus diesem Grunde ist bei Verdacht einer ?berdosierung oder Vergiftung sofort ein Arzt zu informieren (z.B. Vergiftungsnotruf)!
?berdosierungen mit Diphenhydramin ?u?ern sich in erster Linie abh?ngig von der aufgenommenen Menge - durch St?rungen des Zentralnervensystems (Verwirrung, Erregungszust?nde bis hin zu Krampfanf?llen, Bewusstseinseintr?bung bis hin zum Koma, Atemst?rungen bis zum Atemstillstand) und des Herz-Kreislauf-Systems.
Au?erdem k?nnen gesteigerte Muskelreflexe, Fieber, trockene Schleimh?ute, Sehst?rungen, Verstopfung und St?rungen der Harnausscheidung auftreten.
Auch Rhabdomyolysen (schwere Muskelsch?digungen) sind beobachtet worden.
Wenn Sie die Einnahme von Sediat vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern f?hren Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben bzw. vom Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie die Einnahme von Sediat abbrechen:
Beim Beenden einer Behandlung mit Sediat k?nnen durch pl?tzliches Absetzen Schlafst?rungen vor?bergehend wieder auftreten. Deshalb wird empfohlen, die Behandlung gegebenenfalls durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden (siehe Abschnitt 2).
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M?GLICH?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m?ssen.
Mit folgenden Nebenwirkungen ist besonders zu Beginn der Behandlung zu rechnen:
Die am h?ufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Schl?frigkeit, Benommenheit und Konzentrationsst?rungen w?hrend des Folgetages, insbesondere nach unzureichender Schlafdauer, sowie Schwindel und Muskelschw?che.
Weitere h?ufiger auftretende Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie ?belkeit, Erbrechen oder Durchfall, und sogenannte \"anticholinerge Effekte\" wie Mundtrockenheit, Verstopfung, Sodbrennen, Sehst?rungen oder Beschwerden beim Wasserlassen.
W?hrend der Behandlung mit Sediat k?nnen bestimmte Herzrhythmusst?rungen auftreten (Verl?ngerung des QT-Intervalls im EKG).
Au?erdem ist ?ber ?berempfindlichkeitsreaktionen, erh?hte Lichtempfindlichkeit der Haut, ?nderungen des Blutbildes, Erh?hung des Augeninnendruckes, Gelbsucht (cholestatischen Ikterus) und sogenannte \"paradoxe Reaktionen\" wie Ruhelosigkeit, Nervosit?t, Erregung, Angstzust?nde, Zittern oder Schlafst?rungen berichtet worden.
Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f?r Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k?nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f?r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k?nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ?ber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf?gung gestellt werden.
5. WIE IST SEDIAT AUFZUBEWAHREN?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel f?r Kinder unzug?nglich auf.
Sie d?rfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Beh?ltnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Nicht ?ber 25?C aufbewahren. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu sch?tzen.
6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN.
Was eine Tablette Sediat enth?lt:
Der Wirkstoff ist:
50 mg Diphenhydraminhydrochlorid.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Crospovidon, hochdisperses Siliciumdioxid.
Wie Sediat aussieht und Inhalt der Packung:
Wei?e, runde, bikonvexe Tablette mit einer Bruchkerbe, Packung mit 20 Tabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Dr. R. Pfleger Chemische Fabrik GmbH
D-96045 Bamberg
Telefon: 0951/6043-0
Telefax: 0951/604329
E-Mail: info@dr-pfleger.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ?berarbeitet im Januar 2019.
Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 10/2025
Aufbewahrung
Das Arzneimittel muss
- vor Hitze geschützt
- vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
- im Dunkeln (z.B. im Umkarton)
aufbewahrt werden.
Dosierung
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nicht länger als 2 Wochen angewendet werden. In der Regel sollte die Behandlungsdauer jedoch so kurz wie möglich sein und nur wenige Tage betragen. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen sowie zu Störungen der Herz- Kreislauffunktion kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzerkrankungen, wie z.B.:
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
- Erregungsleitungsstörungen am Herzen
- Herzrhythmusstörungen
- Pulserniedrigung
- Epilepsie
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Störungen des Salzhaushaltes, wie:
- Kaliummangel
- Magnesiummangel
- Engwinkelglaukom
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Verengung im Verdauungstrakt, wie z.B.:
- Achalasie (Verengungen der Speiseröhre)
- Pylorusstenose (Verengungen am Magen)
- Asthma bronchiale, vor allem während eines akuten Anfalls
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Sodbrennen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Konzentrationsstörungen
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
- Unruhe
- Nervosität
- Erregung
- Angstzustände
- Zittern
- Schlafstörungen
- Sehstörungen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Allergische Reaktionen
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
- Störungen beim Wasserlassen
- Gallestauung mit Entwicklung einer Gelbsucht
- Veränderung des Blutbildes
- Muskelschwäche
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Wechselwirkungen
Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für einen bestimmten Botenstoff, genannt Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Haargefäße (Kapillaren). Außerdem bekämpft er über den selben Mechanismus Übelkeit und wirkt beruhigend und schlaffördernd.
Zusammensetzung
Bezugsangabe:
1 Tablette
Stoffe
50 mg Diphenhydramin hydrochlorid, 43,75 mg Diphenhydramin, + Cellulose, mikrokristalline, + Hypromellose, + Magnesium stearat (pflanzlich), + Crospovidon, + Siliciumdioxid, hochdisperses