Hemodorm 50 mg

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Wichtige Hinweise

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Anwendung

Wichtige Hinweise (Pflichtangaben):

Hemodorm 50 mg Tabletten.
Wirkstoff: Diphenhydraminhydrochlorid. Anwendungsgebiete: zur Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre ?rztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION F?R DEN ANWENDER

Hemodorm 50 mg Tabletten, zur Anwendung bei Erwachsenen
Wirkstoff: Diphenhydraminhydrochlorid

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgf?ltig durch, denn sie enth?lt wichtige Informationen f?r Sie. Dieses Arzneimittel ist ohne Verschreibung erh?ltlich. Um einen bestm?glichen Behandlungserfolg zu erzielen, m?ssen Hemodorm 50 mg Tabletten jedoch vorschriftsgem?? eingenommen werden.
  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht m?chten Sie diese sp?ter nochmals lesen.
  • Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat ben?tigen.
  • Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder nach sp?testens&mdash,2 Wochen keine Besserung eintritt, m?ssen Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
  • Wenn eine der aufgef?hrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintr?chtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Diese Packungsbeilage beinhaltet:
  1. WAS SIND HEMODORM 50 MG TABLETTEN UND WOF?R WERDEN SIE ANGEWENDET?
  2. WAS M?SSEN SIE VOR DER EINNAHME VON HEMODORM 50 MG TABLETTEN BEACHTEN?
  3. WIE SIND HEMODORM 50 MG TABLETTEN EINZUNEHMEN?
  4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M?GLICH?
  5. WIE SIND HEMODORM 50 MG TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?
  6. WEITERE INFORMATIONEN


1. WAS SIND HEMODORM 50 MG TABLETTEN UND WOF?R WERDEN SIE ANGEWENDET?

Hemodorm 50 mg Tabletten sind ein Schlafmittel aus der Gruppe der Antihistaminika. Anwendungsgebiete: Hemodorm 50 mg Tabletten werden angewendet zur Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen.

2. WAS M?SSEN SIE VOR DER EINNAHME VON HEMODORM 50 MG TABLETTEN BEACHTEN?

Hemodorm 50 mg Tabletten d?rfen nicht eingenommen werden:
  • bei ?berempfindlichkeit gegen?ber dem Wirkstoff Diphenhydraminhydrochlorid, gegen?ber anderen Antihistaminika oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
  • bei akutem Asthma.
  • bei gr?nem Star (Engwinkelglaukom).
  • bei bestimmten Geschw?lsten des Nebennierenmarks (Ph?ochromozytom).
  • bei Vergr??erung der Vorsteherdr?se mit Restharnbildung.
  • bei Epilepsie.
  • bei Kalium- oder Magnesiummangel.
  • bei verlangsamtem Herzschlag (Bradykardie).
  • bei bestimmten Herzerkrankungen (angeborenes QT&mdash,Syndrom oder anderen klinisch bedeutsamen Herzsch?den, insbesondere Durchblutungsst?rungen der Herzkranzgef??e, Erregungsleitungsst?rungen, Arrhythmien).
  • bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT&mdash,Intervall im EKG verl?ngern oder zu einer Hypokali?mie f?hren (siehe unter Abschnitt 2: Bei Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten mit anderen Arzneimitteln).
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol oder sogenannten ",MAO Hemmern", (Mittel zur Behandlung von Depressionen).
  • w?hrend der Schwangerschaft oder Stillzeit.


Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen Hemodorm 50 mg Tabletten nicht erhalten.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten ist erforderlich, wenn Sie unter einem der folgenden Erkrankungen leiden:
  • eingeschr?nkter Leberfunktion,
  • chronischen Lungenerkrankungen oder Asthma,
  • bestimmten Magenfunktionsst?rungen (Pylorusstenose oder Achalasie der Kardia).


Nach wiederholter Einnahme von Schlafmitteln ?ber einen l?ngeren Zeitraum kann es zu einem Verlust an Wirksamkeit (Toleranz) kommen. Wie auch bei anderen Schlafmitteln kann die Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten zur Entwicklung von k?rperlicher und seelischer Abh?ngigkeit f?hren. Das Risiko einer Abh?ngigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. Auch bei Patienten mit Alkohol, Arzneimittel- oder Drogenabh?ngigkeit in der Vorgeschichte ist dieses Risiko erh?ht. Beim Beenden einer Behandlung mit Hemodorm 50 mg Tabletten k?nnen durch pl?tzliches Absetzen Schlafst?rungen vor?bergehend wieder auftreten. Deshalb wird empfohlen, die Behandlung ggf. durch schrittweise Verringerung der Dosis zu beenden.

Bei Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Diphenhydraminhydrochlorid darf nicht zusammen mit sogenannten \"MAO-Hemmern\" (bestimmte Mittel zur Behandlung von Depressionen) gegeben werden. Die gleichzeitige Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten mit anderen Medikamenten, die ebenfalls Diphenhydramin enthalten, einschlie?lich von solchen, die ?u?erlich angewendet werden, ist zu vermeiden. Die gleichzeitige Anwendung mit anderen zentral d?mpfenden Arzneimitteln wie Schlaf-, Beruhigungs-, Schmerz- oder Narkosemitteln, angstl?senden Mitteln (Anxiolytika), Arzneimitteln zur Behandlung von Depressionen oder Mitteln zur Behandlung von Anfallsleiden (Antiepileptika) kann zu einer gegenseitigen Verst?rkung f?hren. Die sogenannte \"anticholinerge\" Wirkung von Diphenhydramin kann durch Arzneistoffe mit ?hnlicher Wirkung wie Atropin, Biperiden, trizyklischen Antidepressiva oder Monoaminoxidase-Hemmern verst?rkt werden. Es k?nnen eine Erh?hung des Augeninnendruckes, Harnverhalt oder eine u.U. lebensbedrohliche Darml?hmung auftreten. Die Anwendung von Diphenhydramin zusammen mit blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann zu verst?rkter M?digkeit f?hren. Die gleichzeitige Anwendung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das sogenannte QT-Intervall im EKG verl?ngern, z.B. Mittel gegen Herzrhythmusst?rungen (Antiarrhythmika Klasse IA oder III), bestimmte Antibiotika (z.B. Erythromycin), Cisaprid, Malaria-Mittel, Mittel gegen Allergien bzw. Magen-/Darmgeschw?re (Antihistaminika) oder Mittel zur Behandlung spezieller geistig-seelischer Erkrankungen (Neuroleptika) oder Arzneimittel, die zu einem Kaliummangel f?hren k?nnen (z.B. bestimmte harntreibende Mittel) ist zu vermeiden. Diphenhydramin kann bei Allergietests m?glicherweise die Testergebnisse verf?lschen und sollte deshalb mindestens 3 Tage vorher nicht mehr angewendet werden.

Bei Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getr?nken:
W?hrend der Behandlung mit Hemodorm 50 mg Tabletten darf kein Alkohol getrunken werden, da hierdurch die Wirkung von Diphenhydramin in nicht vorhersehbarer Weise ver?ndert und verst?rkt wird.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Hemodorm 50 mg Tabletten d?rfen w?hrend Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Verkehrst?chtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Nach Einnahme von Hemodorm 50 mg Tabletten d?rfen keine Fahrzeuge gef?hrt oder gef?hrliche Maschinen bedient werden. Auch am Folgetag k?nnen sich Restm?digkeit und beeintr?chtigtes Reaktionsverm?gen noch nachteilig auf die Fahrt?chtigkeit oder die F?higkeit um Arbeiten mit Maschinen auswirken, vor allem nach unzureichender Schlafdauer.

Wichtige Informationen ?ber sonstige Bestandteile von Hemodorm 50 mg Tabletten:
Dieses Arzneimittel enth?lt Lactose. Bitte nehmen Sie Hemodorm 50 mg Tabletten daher erst nach R?cksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unvertr?glichkeit gegen?ber bestimmten Zuckern leiden.

3. WIE SIND HEMODORM 50 MG TABLETTEN EINZUNEHMEN?

Nehmen Sie Hemodorm 50 mg Tabletten immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind!

Art der Anwendung:
Tabletten zum Einnehmen.

Dauer und H?ufigkeit der Anwendung:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ?bliche Dosis 1/2 bis 1 Tablette (entsprechend 25 bis 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid). Diese Dosis sollte nicht ?berschritten werden. Patienten mit eingeschr?nkter Leber- oder Nierenfunktion sollten niedrigere Dosen erhalten. Auch bei ?lteren oder geschw?chten Patienten, die u. U. besonders empfindlich reagieren, wird empfohlen, die Dosis erforderlichenfalls anzupassen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollen nicht mit Hemodorm 50 mg Tabletten behandelt werden. Die Tabletten werden abends 30 Minuten vor dem Schlafengehen mit etwas Fl?ssigkeit (Wasser) eingenommen. Anschlie?end sollte eine ausreichende Schlafdauer (7 - 8 Stunden) gew?hrleistet sein. Die Dauer der Behandlung sollte so kurz wie m?glich sein. Sie sollte im Allgemeinen nur wenige Tage betragen und 2 Wochen nicht ?berschreiten. Bei fortbestehenden Schlafst?rungen suchen Sie bitte einen Arzt auf!

Wenn Sie eine gr??ere Menge von Hemodorm 50 mg Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten:
?berdosierungen mit Diphenhydramin k?nnen gef?hrlich sein - insbesondere f?r Kinder und Kleinkinder. Aus diesem Grunde ist bei Verdacht einer ?berdosierung oder Vergiftung sofort ein Arzt zu informieren, z.B. Vergiftungsnotruf! ?berdosierungen mit Diphenhydramin ?u?ern sich in erster Linie - abh?ngig von der aufgenommenen Menge -durch St?rungen des Zentralnervensystems (Verwirrung, Erregungszust?nde bis hin zu Krampfanf?llen, Bewusstseinseintr?bung bis hin zum Koma, Atemst?rungen bis Atemstillstand) und des Herz-Kreislauf-Systems. Au?erdem k?nnen gesteigerte Muskelreflexe, Fieber, trockene Schleimh?ute, Sehst?rungen, Verstopfung und St?rungen der Harnausscheidung auftreten. Auch Rhabdomyolysen (schwere Muskelsch?digungen) sind beobachtet worden.

4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M?GLICH?

Wie alle Arzneimittel k?nnen Hemodorm 50 mg Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m?ssen.
Bei den H?ufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen Werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr h?ufig:mehr als 1 Behandelter von 10
H?ufig:1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich:1 bis 10 Behandelte von 1 000
Selten:1 bis 10 Behandelte von 10 000
Sehr selten:weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt:H?ufigkeit auf Grundlage der verf?gbaren Daten nicht absch?tzbar.


M?gliche Nebenwirkungen:
Mit folgenden Nebenwirkungen ist vor allem zu Beginn der Behandlung zu rechnen. Die am h?ufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Schl?frigkeit, Benommenheit und Konzentrationsst?rungen w?hrend des Folgetages, insbesondere nach unzureichender Schlafdauer, sowie Schwindel und Muskelschw?che. Weitere h?ufiger auftretende Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden wie ?belkeit, Erbrechen oder Durchfall und sogenannte \"anticholinerge Effekte\" wie Mundtrockenheit, Verstopfung, Sodbrennen, Sehst?rungen oder Beschwerden beim Wasserlassen. W?hrend der Behandlung mit Hemodorm 50 mg Tabletten k?nnen bestimmte Herzrhythmusst?rungen auftreten (Verl?ngerung des QT-Intervalls im EKG). Au?erdem ist ?ber ?berempfindlichkeitsreaktionen, erh?hte Lichtempfindlichkeit der Haut, ?nderungen des Blutbildes, Erh?hung des Augeninnendruckes, Gelbsucht (cholestatischer Ikterus) und sogenannte \"paradoxe Reaktionen\" wie Ruhelosigkeit, Nervosit?t, Erregung, Angstzust?nde, Zittern oder Schlafst?rungen berichtet worden.

Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f?r Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k?nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f?r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k?nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ?ber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf?gung gestellt werden.

5. WIE SIND HEMODORM 50 MG TABLETTEN AUFZUBEWAHREN?

Arzneimittel f?r Kinder unzug?nglich aufbewahren. Sie d?rfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Blister angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Aufbewahrungsbedingungen: In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu sch?tzen. Nicht ?ber +25?C lagern. Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr ben?tigen. Diese Ma?nahme hilft die Umwelt zu sch?tzen.

6. WEITERE INFORMATIONEN

Was Hemodorm 50 mg Tabletten enthalten:
Der Wirkstoff ist Diphenhydraminhydrochlorid. 1 Tablette enth?lt 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid. Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph. Eur), Povidon K 25, hochdisperses Siliciumdioxid.

Wie Hemodorm 50 mg Tabletten aussehen und Inhalt der Packung:
Wei?e Tabletten mit Bruchrille. Hemodorm 50 mg Tabletten sind in Packungen mit 20 Tabletten erh?ltlich.

Pharmazeutischer Unternehmer:
Hemopharm GmbH
K?nigsteiner Str. 2
D-61350 Bad Homburg v.d.H.
Telefon: 0800-4477200
Telefax: 0800-4477300

Hersteller:
Hemopharm GmbH
Stadastra?e 2-18
61118 Bad Vilbel

Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ?berarbeitet im Oktober 2014.

Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 02/2018

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss
  - vor Hitze geschützt
  - vor Feuchtigkeit geschützt (z.B. im fest verschlossenen Behältnis)
aufbewahrt werden.

Dosierung

PersonenkreisErwachseneEinzeldosis1 TabletteGesamtdosis1-mal täglichZeitpunktvor dem Schlafengehen (ca. 30 Minuten davor)

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Das Arzneimittel sollte nicht länger als 2 Wochen angewendet werden. In der Regel sollte die Behandlungsdauer jedoch so kurz wie möglich sein und nur wenige Tage betragen. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen, Halluzinationen sowie zu Störungen der Herz- Kreislauffunktion kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Herzerkrankungen, wie z.B.:
  - Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
  - Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
  - Erregungsleitungsstörungen am Herzen
  - Herzrhythmusstörungen
- Pulserniedrigung
- Epilepsie
- Prostatavergrößerung mit Restharnbildung
- Phäochromocytom (Adrenalin produzierender Tumor)
- Störungen des Salzhaushaltes, wie:
  - Kaliummangel
  - Magnesiummangel
- Engwinkelglaukom

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Verengung im Verdauungstrakt, wie z.B.:
  - Achalasie (Verengungen der Speiseröhre)
  - Pylorusstenose (Verengungen am Magen)
- Asthma bronchiale, vor allem während eines akuten Anfalls
- Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (chronische Atemwegserkrankung mit einer Verengung der Atemwege)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
  - Übelkeit
  - Erbrechen
  - Durchfälle
  - Verstopfung
  - Sodbrennen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Benommenheit
- Konzentrationsstörungen
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
  - Unruhe
  - Nervosität
  - Erregung
  - Angstzustände
  - Zittern
  - Schlafstörungen
- Sehstörungen
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- Allergische Reaktionen
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
- Abweichung im EKG (Verlängerung der QT-Dauer)
- Störungen beim Wasserlassen
- Gallestauung mit Entwicklung einer Gelbsucht
- Veränderung des Blutbildes
- Muskelschwäche

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Wechselwirkungen

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff blockiert Rezeptoren für einen bestimmten Botenstoff, genannt Histamin. Über diese Blockade unterdrückt er eine durch das Histamin ausgelöste Gefäßerweiterung und vermehrte Durchblutung kleinster Haargefäße (Kapillaren). Außerdem bekämpft er über den selben Mechanismus Übelkeit und wirkt beruhigend und schlaffördernd.

Zusammensetzung

Bezugsangabe:
1 Tablette

Stoffe
50 mg Diphenhydramin hydrochlorid, 43,75 mg Diphenhydramin, + Cellulose, mikrokristalline, 44 mg Lactose-1-Wasser, + Magnesium stearat, + Povidon K25, + Siliciumdioxid, hochdisperses

Pflichtangaben

Wirkstoff: Diphenhydraminhydrochlorid. Anwendungsgebiete: zur Kurzzeitbehandlung von Schlafst?rungen.