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E-RezeptJod-Wundsalbe Robugen
- PZN: 10320912
Wichtige Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Anwendung
Jod-Wundsalbe Robugen. Wirkstoff: Povidon-Jod. Anwendungsgebiete: zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung als Antiseptikum bei oberfl?chlich gesch?digter Haut, z.B. Decubitus (Druckgeschw?r), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschw?r), oberfl?chlichen Wunden und Verbrennungen, infizierter und superinfizierter Hauterkrankungen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre ?rztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION F?R DEN ANWENDER
Jod-Wundsalbe Robugen 100 mg/g
Wirkstoff: Povidon-Jod
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgf?ltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enth?lt wichtige Informationen. Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers an.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht m?chten Sie diese sp?ter nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat ben?tigen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch f?r Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
- Wenn Sie sich nach 2-5 Tagen nicht besser oder gar schlechter f?hlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
- WAS IST JOD-WUNDSALBE ROBUGEN UND WOF?R WIRD ES ANGEWENDET?
- WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON JOD-WUNDSALBE ROBUGEN BEACHTEN?
- WIE IST JOD-WUNDSALBE ROBUGEN ANZUWENDEN?
- WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M?GLICH?
- WIE IST JOD-WUNDSALBE ROBUGEN AUFZUBEWAHREN?
- INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN.
1. WAS IST JOD-WUNDSALBE ROBUGEN UND WOF?R WIRD SIE ANGEWENDET?
Jod-Wundsalbe Robugen ist ein Antiseptikum (keimt?tendes Mittel) zur Anwendung auf Haut und Wunden. Jod-Wundsalbe Robugen wird angewendet zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung als Antiseptikum bei oberfl?chlich gesch?digter Haut, z.B. Decubitus (Druckgeschw?r), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschw?r), oberfl?chlichen Wunden und Verbrennungen, infizierter und super infizierter Hauterkrankungen.
2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER ANWENDUNG VON JOD-WUNDSALBE ROBUGEN BEACHTEN?
Jod-Wundsalbe Robugen darf nicht angewendet werden:
- wenn Sie allergisch gegen Jod oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
- wenn Sie an einer Schilddr?sen?berfunktion (Hyperthyreose) oder einer anderen bestehenden (manifesten) Schilddr?senerkrankung leiden
- wenn Sie an der sehr seltenen chronischen Hautentz?ndung Dermatitis herpetiformis Duhring erkrankt sind
- wenn bei Ihnen eine Strahlentherapie der Schilddr?se mit Jod (Radiojodtherapie) geplant oder durchgef?hrt worden ist (bis zum Abschluss der Behandlung)
Warnhinweise und Vorsichtsma?nahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie Jod-Wundsalbe Robugen anwenden.
Wenn Sie Jod-Wundsalbe Robugen bei Neugeborenen und S?uglingen bis zum Alter von 6 Monaten anwenden m?chten:
Dies ist nur auf ausdr?ckliche Anweisung des Arztes und ?u?erst beschr?nkt m?glich. In diesem Fall ist eine Kontrolle der Schilddr?senfunktion notwendig. Die zuf?llige Aufnahme von Jod-Wundsalbe Robugen durch den S?ugling mit dem Mund muss unbedingt vermieden werden.
Bei der Behandlung mit Jod-Wundsalbe Robugen von ?lteren Menschen:
Hier ist die Gefahr einer durch Jod ausgel?sten Schilddr?sen?berfunktion erh?ht. Sie sollten deshalb Jod-Wundsalbe Robugen nur nach R?cksprache mit ihrem Arzt anwenden. Bei ?lteren Patienten mit Kropf oder besonderer Veranlagung zu Schilddr?senfunktionsst?rungen sollte eine gro?fl?chige und l?ngerfristige Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen nur auf ausdr?ckliche Anweisung des Arztes erfolgen. Gegebenenfalls ist die Schilddr?senfunktion zu ?berwachen.
Falls Sie an einer Schilddr?senerkrankung und/oder an einem Kropf leiden und Jod-Wundsalbe Robugen ?ber l?ngere Zeit und gro?fl?chig (z. B. ?ber 10% der K?rperoberfl?che und l?nger als 14 Tage) anwenden:
In diesem Fall ist Jod-Wundsalbe Robugen nur auf ausdr?ckliche Anweisung des Arztes anzuwenden. Auch nach Beendigung der Therapie (bis zu 3 Monate) ist auf Fr?hsymptome einer m?glichen Schilddr?sen?berfunktion (siehe unter 4. \"Welche Nebenwirkungen sind m?glich?\") zu achten und ggf. die Schilddr?senfunktion zu ?berwachen.
Falls bei Ihnen gleichzeitig eine Lithiumtherapie durchgef?hrt wird:
In diesem Fall ist eine regelm??ige Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen zu vermeiden (siehe unter \"Bei Anwendung von JodWundsalbe Robugen mit anderen Arzneimitteln\").
Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen mit anderen Arzneimitteln:
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Es ist zu erwarten, dass Povidon-Jod, der Wirkstoff von Jod-Wundsalbe Robugen, mit Eiwei? und verschiedenen anderen organischen Substanzen, wie z.B. Blut- und Eiterbestandteilen reagiert, wodurch seine Wirksamkeit beeintr?chtigt werden kann.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen und enzymatischen Wundbehandlungsmitteln wird die Enzymkomponente durch das Jod oxidiert und dadurch die Wirkung beider Arzneimittel abgeschw?cht. Zu einer gegenseitigen Wirkungsabschw?chung kommt es auch bei gleichzeitiger Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen und silberhaltigen Desinfektionsmitteln, Wasserstoffperoxid oder Taurolidin.
Jod-Wundsalbe Robugen darf nicht gleichzeitig oder kurzfristig nachfolgend mit quecksilberhaltigen Wundbehandlungs- oder Desinfektionsmitteln angewendet werden, da sich unter Umst?nden aus Jod und Quecksilber ein Stoff bilden kann, der die Haut sch?digt.
Patienten, die mit Lithium-Pr?paraten behandelt werden, sollten eine regelm??ige, insbesondere gro?fl?chige Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen vermeiden, da aufgenommenes Jod die durch Lithium m?gliche Ausl?sung einer Schilddr?senunterfunktion f?rdern kann.
Beeinflussung diagnostischer Untersuchungen:
Wegen der oxidierenden Wirkung des Wirkstoffs Povidon-Jod k?nnen unter der Behandlung mit JodWundsalbe Robugen verschiedene diagnostische Untersuchungen falsch-positive Ergebnisse liefern (u.a. Toluidin und Guajakharz zur H?moglobin- oder Glucosebestimmung im Stuhl oder Urin). Durch Povidon-Jod kann die Jodaufnahme der Schilddr?se beeinflusst werden, dies kann unter der Behandlung mit Jod-Wundsalbe Robugen zu St?rungen von diagnostischen Untersuchungen der Schilddr?se (Schilddr?senszintigraphie, PBI-Bestimmung, Radiojod-Diagnostik) f?hren und eine geplante Radiojod-Therapie unm?glich machen. Bis zur Aufnahme eines neuen Szintigramms sollte ein Abstand von mindestens 1-2 Wochen nach Absetzen der Behandlung mit Jod-Wundsalbe Robugen eingehalten werden.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. W?hrend der Schwangerschaft und Stillzeit ist Jod-Wundsalbe Robugen nur auf ausdr?ckliche Anweisung des Arztes und ?u?erst beschr?nkt anzuwenden. In diesem Fall ist eine Kontrolle der Schilddr?senfunktion beim Kind erforderlich. Die zuf?llige Aufnahme von Jod-Wundsalbe Robugen durch den S?ugling mit dem Mund an der Brust der stillenden Mutter muss unbedingt vermieden werden.
3. WIE IST JOD-WUNDSALBE ROBUGEN ANZUWENDEN?
Wenden Sie Jod-Wundsalbe Robugen immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die ?bliche Dosis:
Tragen Sie Jod-Wundsalbe Robugen ein- bis mehrmals t?glich auf die gesch?digte Hautstelle gleichm??ig auf. Falls erforderlich, kann anschlie?end ein Verband angelegt werden. Die Braunf?rbung von Jod-Wundsalbe Robugen ist eine Eigenschaft des Pr?parates und zeigt seine Wirksamkeit an. Eine weitgehende Entf?rbung weist auf die Ersch?pfung der Wirksamkeit des Pr?parates hin.
Dauer der Anwendung:
Die Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen sollte so lange fortgef?hrt werden, wie noch Anzeichen einer Entz?ndung bestehen. Wenden Sie Jod-Wundsalbe Robugen ohne ?rztlichen oder zahn?rztlichen Rat nicht l?nger als 2-5 Tage an. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Jod-Wundsalbe Robugen zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie die Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen vergessen haben:
Wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen abbrechen:
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND M?GLICH?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten m?ssen.
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen): Bei einer Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen k?nnen in sehr seltenen F?llen ?berempfindlichkeitsreaktionen der Haut auftreten, z. B. kontaktallergische Reaktionen vom Sp?ttyp, die sich in Form von Jucken, R?tung, Bl?schen o.?. ?u?ern k?nnen. Sehr selten wurde ?ber eine Beteiligung anderer Organe berichtet. Eine nennenswerte Jodaufnahme kann bei l?ngerfristiger Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen auf ausgedehnten Wund- und Verbrennungsfl?chen erfolgen. Sehr selten k?nnen Patienten mit Schilddr?senerkrankungen in der Vorgeschichte eine Schilddr?sen?berfunktion (jodinduzierte Hyperthyreose), zum Teil mit Symptomen wie z. B. Pulsbeschleunigung oder innere Unruhe, entwickeln (siehe unter 2. \"Was m?ssen Sie vor der Anwendung von Jod-Wundsalbe Robugen beachten?\").
Nicht bekannt (H?ufigkeit auf Grundlage der verf?gbaren Daten nicht absch?tzbar):
Nach Anwendung gr??erer Mengen von Povidon-Jod-haltigen Arzneimitteln (z. B. bei der Verbrennungsbehandlung) ist das Auftreten von (zus?tzlichen) Elektrolyt- und Serumosmolarit?tsSt?rungen, einer Beeintr?chtigung der Nierenfunktion sowie ?bers?uerung des Blutes (metabolische Azidose) beschrieben worden.
Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihre ?rztin, Ihren Arzt oder an Ihre Apotheke. Dies gilt auch f?r Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie k?nnen Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut f?r Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, k?nnen Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen ?ber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verf?gung gestellt werden.
5. WIE IST JOD-WUNDSALBE ROBUGEN AUFZUBEWAHREN?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel f?r Kinder unzug?nglich auf. Sie d?rfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Tube angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. F?r dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch: Nach Anbruch 6 Monate haltbar. Sie d?rfen Jod-Wundsalbe Robugen nicht verwenden, wenn Sie folgendes bemerken: Anzeichen einer Entf?rbung der Salbe nach Anbruch der Tube. Entsorgen Sie Arzneimittel niemals ?ber das Abwasser (z.B. nicht ?ber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN:
Was Jod-Wundsalbe Robugen enth?lt:
Der Wirkstoff ist Povidon-Jod. 1 g Salbe enth?lt 100 mg Povidon-Jod mit einem mittleren Molekulargewicht von Povidon von etwa 40000 und einem Gehalt von 10% verf?gbarem Jod.
Die sonstigen Bestandteile sind: Macrogol 400, Macrogol 4000, gereinigtes Wasser.
Wie Jod-Wundsalbe Robugen aussieht und Inhalt der Packung:
R?tlich-braune, in d?nner Schicht transparente Salbe mit sehr schwachem Jodgeruch. Jod-Wundsalbe Robugen ist in Packungen mit 15 g, 25 g, 50 g, 75 g, 100 g Salbe erh?ltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Robugen GmbH Pharmazeutische Fabrik
Alleenstra?e 22-26
73730 Esslingen
Telefon: 0711 / 1 36 30-0
Telefax: 0711 / 36 74 50
Email: info@robugen.de
Internet: www.robugen.de
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ?berarbeitet im April 2020.
Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 10/2024
Aufbewahrung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Monate verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Dosierung
Art der Anwendung?
Tragen Sie das Arzneimittel auf die betroffene(n) Hautstelle(n) auf. Die mit dem Arzneimittel behandelte(n) Stelle(n) können mit einem Verband bedeckt werden.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendung sollte bis zum Abklingen der Symptome fortgesetzt werden. Ohne ärztlichen Rat sollte das Arzneimittel nicht länger als 5 Tage angewendet werden. Falls nach Abschluss der Behandlung erneut Beschwerden auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.
Überdosierung?
Bei versehentlicher Einnahme des Arzneimittels kann es zu Überdosierungserscheinungen unter anderem mit Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Krämpfen bis hin zum Kollaps kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schilddrüsenüberfunktion
- Schilddrüsenerkrankungen, auch in der Vorgeschichte
- Dermatitis herpetiformis Duhring (Immunkrankheit mit juckendem Ausschlag mit Bläschenbildung)
- Bevorstehende oder vor kurzem abgeschlossene Radiojodtherapie
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Gutartiger Kropf (Struma)
- Schilddrüsenautonomie (bestimmte Form der Schilddrüsenüberfunktion)
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 6 Monaten: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
Immer:
- Überempfindlichkeit
- Akute starke allergische Reaktion die mehrere oder alle Körpergebiete betrifft (Anaphylaxie)
- Kreislaufversagen durch eine allergische Reaktion (Anaphylaktischer Schock)
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Schilddrüsenüberfunktion durch übermäßige Jodzufuhr
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Kontaktdermatitis (Allergische Hautreaktionen, die erst bei wiederholter Anwendung auftreten)
- Juckreiz
- Hautrötung
- Blasenbildung
Unter Umständen, bei Aufnahme größerer Mengen des Wirkstoffes z.B. bei Verbrennungen und längerfristiger Anwendung:
- Störung des Salzhaushaltes
- Veränderte Konzentration an wasserbindenden Stoffen (osmotisch) im Blut
- Beeinträchtigte Nierenfunktion
- Störung im Stoffwechsel mit Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose)
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Wechselwirkungen
Iod wird an Trägerstoffe gebunden zur Keimminderung (Desinfektion) und zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Iod ist wirksam gegen eine Vielzahl von Krankheitserregern, wie Bakterien, Viren und Pilze.
Zusammensetzung
Bezugsangabe:
1 g Salbe
Stoffe
100 mg Povidon iod, 10 mg Iod, + Macrogol 400, + Macrogol 4000, + Wasser, gereinigtes