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E-RezeptLopedium T akut bei akutem Durchfall
- PZN: 03928406
Wichtige Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Anwendung
Lopedium T akut bei akutem Durchfall 2 mg Tabletten. Wirkstoff: Loperamidhydrochlorid. Anwendungsgebiete: zur symptomatischen Behandlung von akuten DurchfÀllen fÌr Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, sofern keine ursÀchliche Therapie zur VerfÌgung steht.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ãrztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÃR DEN ANWENDER
Lopedium T akut bei akutem Durchfall 2 mg Tabletten zur Anwendung bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen
Wirkstoff: Loperamidhydrochlorid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfÀltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthÀlt wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese spÀter nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fÃŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
- Wenn Sie sich nach 2 Tagen nicht besser oder gar schlechter fÃŒhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
- WAS IST LOPEDIUM T AKUT UND WOFÃR WIRD ES ANGEWENDET?
- WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON LOPEDIUM T AKUT BEACHTEN?
- WIE IST LOPEDIUM T AKUT EINZUNEHMEN?
- WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÃGLICH?
- WIE IST LOPEDIUM T AKUT AUFZUBEWAHREN?
- INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN
1. WAS IST LOPEDIUM T AKUT UND WOFÃR WIRD ES ANGEWENDET?
Lopedium T akut enthÀlt den Wirkstoff Loperamidhydrochlorid. Loperamidhydrochlorid ist ein Mittel gegen Durchfall. Zur symptomatischen Behandlung von akuten DurchfÀllen fÌr Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, sofern keine ursÀchliche Therapie zur VerfÌgung steht. Eine Ìber 2 Tage hinausgehende Behandlung mit Loperamidhydrochlorid darf nur unter Àrztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung erfolgen.
2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON LOPEDIUM T AKUT BEACHTEN?
Lopedium T akut darf nicht eingenommen werden:
- wenn Sie allergisch gegen Loperamidhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- von Kindern unter 12 Jahren (siehe auch ",Was ist bei Kindern zu berÃŒcksichtigen?",).
- wenn Sie an ZustÀnden, bei denen eine Verlangsamung der DarmtÀtigkeit zu vermeiden ist, z.B. aufgetriebener Leib, Verstopfung und Darmverschluss, leiden. Lopedium T akut muss bei Auftreten von Verstopfung (Obstipation), aufgetriebenem Leib oder Darmverschluss (Ileus) sofort abgesetzt werden.
- wenn Sie an DurchfÀllen, die mit Fieber und/ oder blutigem Stuhl einhergehen, leiden.
- wenn Sie an DurchfÀllen, die wÀhrend oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten, leiden.
- wenn Sie an chronischen Durchfallerkrankungen leiden (Diese Erkrankungen dÌrfen nur nach Àrztlicher Verordnung mit Loperamidhydrochlorid behandelt werden.).
- wenn Sie an einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa (geschwÃŒrige DickdarmentzÃŒndung) leiden.
Lopedium T akut darf nur nach Àrztlicher Verordnung eingenommen werden, wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil bei schweren Lebererkrankungen der Abbau von Loperamidhydrochlorid verzögert und das Risiko von Nebenwirkungen erhöht sein kann.
Was ist bei Kindern zu berÃŒcksichtigen?
Kinder unter 2 Jahren dÌrfen nicht mit loperamidhaltigen Arzneimitteln behandelt werden. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren dÌrfen nur nach Àrztlicher Verordnung mit loperamidhaltigen Arzneimitteln behandelt werden. Aufgrund des hohen Wirkstoffgehalts ist Lopedium T akut fÌr diese Altersgruppe nicht geeignet. HierfÌr stehen nach Àrztlicher Verordnung andere Darreichungsformen zur VerfÌgung.
Warnhinweise und VorsichtsmaÃnahmen:
Nehmen Sie Lopedium T akut nur fÃŒr die in Abschnitt 1 beschriebenen Anwendungsgebiete ein. Die empfohlene Dosierung von Lopedium T akut (siehe Abschnitt 3) und die Anwendungsdauer von 2 Tagen dÃŒrfen nicht ÃŒberschritten werden, weil schwere Verstopfungen oder schwerwiegende Herzprobleme (u. a. ein schneller oder unregelmÀÃiger Herzschlag) auftreten können.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Lopedium T akut einnehmen:
- wenn Sie AIDS haben und zur Durchfallbehandlung Lopedium T akut einnehmen möchten. Sie sollten bei den ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes die Einnahme von Lopedium T akut beenden und Ihren Arzt aufsuchen. Es liegen Einzelberichte zu Verstopfung mit einem erhöhten Risiko fÌr eine schwere entzÌndliche Erweiterung des Dickdarms (toxisches Megacolon) bei AIDS-Patienten vor. Diese litten unter einer durch virale und bakterielle Erreger verursachten infektiösen DickdarmentzÌndung (Colitis) und wurden mit Loperamidhydrochlorid behandelt.
- wenn Sie an einer Lebererkrankung leiden.
Achten Sie auf einen ausreichenden Ersatz von FlÃŒssigkeiten und Salzen (Elektrolyten). Dies ist die wichtigste BehandlungsmaÃnahme bei Durchfall, da es dabei zu groÃen FlÃŒssigkeits-und Salzverlusten kommen kann. Dies gilt insbesondere fÃŒr Kinder. Auch Mundtrockenheit kann ein Zeichen eines FlÃŒssigkeitsverlusts sein. Sie oder Ihr Kind können sich benommen fÃŒhlen und beginnen zu erbrechen. Auch in diesem Fall ist die wichtigste BehandlungsmaÃnahme ein angemessener Ersatz von FlÃŒssigkeiten und Salzen (orale Rehydratationstherapie). Lopedium T akut fÃŒhrt zu einer Beendigung des Durchfalls, wobei die Ursache nicht behoben wird. Wenn möglich, sollte auch die Ursache behandelt werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt.
Beenden Sie die Einnahme von Lopedium T akut:
- wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung mit Lopedium T akut weiterhin besteht, und suchen Sie einen Arzt auf.
- sobald der Stuhl fester wird und der Stuhlgang mehr als 12 Stunden zurÃŒckliegt.
- bei Auftreten von Verstopfung.
- bei Auftreten von aufgetriebenem Leib, Bauchschmerzen, KrÀmpfen, Ãbelkeit, Verstopfung und gestörtem Abgang von Darmgasen (Zeichen einer intestinalen Obstruktion).
Einnahme von Lopedium T akut zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kÃŒrzlich eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor allem dann, wenn Sie einen oder mehrere der folgenden Wirkstoffe regelmÀÃig oder auch gelegentlich einnehmen mÃŒssen:
- Ritonavir (Mittel zur Behandlung einer HIV-Infektion).
- Itraconazol, Ketoconazol (Mittel zur Behandlung einer Pilzinfektion).
- Chinidin (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen).
- Gemfibrozil (Mittel zur Behandlung erhöhter Blutfette).
- Desmopressin (Mittel zur Behandlung von vermehrtem Harnlassen).
Es ist zu erwarten, dass Arzneimittel mit einem Àhnlichen Wirkmechanismus wie Lopedium T akut dessen Wirkung verstÀrken können und Arzneimittel, die die Magen-Darm-Passage beschleunigen, dessen Wirkung vermindern können.
Schwangerschaft und Stillzeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft:
Auch wenn bei einer begrenzten Anzahl von Frauen (ca. 800), die wÀhrend der Schwangerschaft den Wirkstoff von Lopedium T akut einnahmen, keine eindeutigen Hinweise auf eine fruchtschÀdigende Wirkung gefunden wurden, sollten Sie Lopedium T akut in der Schwangerschaft nicht einnehmen.
Stillzeit:
Da geringe Mengen des Wirkstoffs von Lopedium T akut in die Muttermilch Ìbergehen können, sollten Sie Lopedium T akut in der Stillzeit nicht einnehmen.
VerkehrstÌchtigkeit und FÀhigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Bei DurchfÀllen oder als Folge der Einnahme von Lopedium T akut kann es zu Schwindel, MÃŒdigkeit und SchlÀfrigkeit kommen. Daher ist im StraÃenverkehr und bei der Arbeit mit Maschinen Vorsicht angeraten.
Lopedium T akut enthÀlt Lactose und Natrium:
Bitte nehmen Sie Lopedium T akut erst nach RÌcksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer UnvertrÀglichkeit gegenÌber bestimmten Zuckern leiden.
Dieses Arzneimittel enthÀlt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h. es ist nahezu \"natriumfrei\".
3. WIE IST LOPEDIUM T AKUT EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Die empfohlene Dosis betrÀgt:
| Alter | Erstdosis | Wiederholungsdosis | Tageshöchstdosis |
| Jugendliche ab 12 Jahren | 1 Tablette (= 2 mg Loperamidhydrochlorid) | 1 Tablette (= 2 mg Loperamidhydrochlorid) | 4 Tabletten (= 8 mg Loperamidhydrochlorid) |
| Erwachsene | 2 Tabletten (= 4 mg Loperamidhydrochlorid) | 1 Tablette (= 2 mg Loperamidhydrochlorid) | 6 Tabletten (= 12 mg Loperamidhydrochlorid) |
Zu Beginn der Behandlung von akuten DurchfÀllen erfolgt die Einnahme der Erstdosis. Danach soll nach jedem ungeformten Stuhl die Wiederholungsdosis eingenommen werden. Die empfohlene Tageshöchstdosis darf nicht Ìberschritten werden.
Kinder unter 12 Jahren:
Lopedium T akut ist fÌr Kinder unter 12 Jahren wegen des hohen Wirkstoffgehalts nicht geeignet. HierfÌr stehen nach Àrztlicher Verordnung andere Darreichungsformen zur VerfÌgung.
Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit ausreichend FlÃŒssigkeit (z.B. mit einem Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung:
Nehmen Sie Lopedium T akut ohne Àrztlichen Rat nicht lÀnger als 2 Tage ein. Wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung mit Lopedium T akut weiterhin besteht, muss Lopedium T akut abgesetzt werden und ein Arzt aufgesucht werden. Eine Ìber 2 Tage hinausgehende Behandlung mit loperamidhaltigen Arzneimitteln darf nur unter Àrztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Lopedium T akut zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine gröÃere Menge von Lopedium T akut eingenommen haben, als Sie sollten:
Suchen Sie möglichst umgehend einen Arzt auf oder wenden Sie sich an ein Krankenhaus, insbesondere, wenn Sie folgende Symptome verspÌren:
- Starrezustand des Körpers (Stupor), unkoordinierte BewegungsablÀufe, SchlÀfrigkeit, Pupillenverengung (Miosis), Muskelsteifheit, schwache Atmung.
- erhöhte Herzfrequenz, unregelmÀÃiger Herzschlag, Ãnderungen Ihres Herzschlags (diese Symptome können potenziell schwerwiegende, lebensbedrohliche Folgen haben).
- Verstopfung, Darmverschluss (Ileus), Schwierigkeiten beim Wasserlassen.
Kinder reagieren stÀrker auf groÃe Mengen von Lopedium T akut als Erwachsene. Falls ein Kind zu viel einnimmt oder eines der oben genannten Symptome zeigt, rufen Sie sofort einen Arzt.
Hinweise fÃŒr den Arzt:
Zeichen einer Ãberdosierung von Loperamidhydrochlorid können auch nach einer relativen Ãberdosierung aufgrund einer Leberfunktionsstörung auftreten. Die Behandlung richtet sich nach den Ãberdosierungserscheinungen und dem Krankheitsbild. Unter Àrztlicher Verlaufsbeobachtung sollte eine EKG-Ãberwachung hinsichtlich einer VerlÀngerung des QT-Intervalls erfolgen. Beim Auftreten von ZNS-Symptomen nach Ãberdosierung kann versuchsweise der Opioidantagonist Naloxon als Gegenmittel eingesetzt werden. Da Loperamidhydrochlorid eine lÀngere Wirkungsdauer als Naloxon hat, kann die wiederholte Gabe von Naloxon angezeigt sein. Der Patient sollte daher engmaschig ÃŒber mindestens 48 Stunden ÃŒberwacht werden, um ein mögliches (Wieder-)Auftreten von Ãberdosierungserscheinungen zu erkennen. Bei ungenÃŒgender Wirkung sollten andere Ursachen in Betracht gezogen werden. Im Falle einer Atemdepression muss ggf. kÃŒnstlich beatmet werden. Um noch im Magen vorhandene Wirkstoffreste zu entfernen, kann gegebenenfalls eine MagenspÃŒlung durchgefÃŒhrt werden.
Wenn Sie die Einnahme von Lopedium T akut vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÃGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mÃŒssen.
Mögliche Nebenwirkungen:
Die in klinischen Studien am hÀufigsten berichteten unerwÃŒnschten Wirkungen waren Verstopfung, BlÀhungen, Kopfschmerzen, Ãbelkeit und Schwindel.
Folgende Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien und nach MarkteinfÃŒhrung beobachtet:
HÀufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Verstopfung, Ãbelkeit, BlÀhungen
- Schwindel, Kopfschmerzen
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- SchlÀfrigkeit
- Schmerzen und Beschwerden im MagenDarm-Bereich, Mundtrockenheit
- Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen
- Verdauungsstörungen
- Hautausschlag
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- aufgeblÀhter Bauch
- Ãberempfindlichkeitsreaktionen, anaphylaktische Reaktionen (einschlieÃlich anaphylaktischer Schock), anaphylaktoide Reaktionen
- Bewusstlosigkeit, Starrezustand des Körpers, BewusstseinstrÌbung, erhöhte Muskelspannung, Koordinationsstörungen
- Pupillenverengung
- Darmverschluss (Ileus, einschlieÃlich paralytischer Ileus), Erweiterung des Dickdarms (Megacolon, einschlieÃlich toxisches Megacolon)
- blasenbildende Hauterkrankungen (einschlieÃlich Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse und Erythema multiforme), Schwellung von Haut oder SchleimhÀuten durch FlÃŒssigkeitsansammlung im Gewebe (Angioödem), Nesselsucht, Juckreiz
- Harnverhalt
- MÃŒdigkeit
- Zungenbrennen
- Muskelsteifigkeit
Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fÌr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fÌr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen Ìber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfÌgung gestellt werden.
5. WIE IST LOPEDIUM T AKUT AUFZUBEWAHREN?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel fÌr Kinder unzugÀnglich auf. Sie dÌrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach \"verwendbar bis\" oder \"verw. bis\" angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. FÌr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Entsorgen Sie Arzneimittel niemals Ìber das Abwasser (z.B. nicht Ìber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN
Was Lopedium T akut enthÀlt:
Der Wirkstoff ist Loperamidhydrochlorid. Jede Tablette enthÀlt 2 mg Loperamidhydrochlorid. Die sonstigen Bestandteile sind: Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, CarboxymethylstÀrke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.), LactoseMonohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], MaisstÀrke, hochdisperses Siliciumdioxid.
Wie Lopedium T akut aussieht und Inhalt der Packung:
WeiÃe, runde Snap-Tab-Tabletten mit einseitiger Kerbe. Packungen mit 10 Tabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer:
Hexal AG
IndustriestraÃe 25
83607 Holzkirchen
Telefon: (08024) 908-0
Telefax: (08024) 908-1290
E-Mail: service@Hexal.com
Hersteller
Salutas Pharma GmbH
Otto-von-Guericke-Allee 1
39179 Barleben
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ÃŒberarbeitet im Mai 2020.
Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 09/2021
Dosierung
PersonenkreisErwachseneEinzeldosis1 TabletteGesamtdosis1-6 mal täglichZeitpunktnach jedem ungeformten StuhlTxtFolgedosis:
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 2 Tage anwenden. Bei länger anhaltenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Verstopfungen, Darmverschluss, Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit, Krämpfen sowie zu schweren Atemstörungen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erkrankungen mit verlangsamter Darmtätigkeit
- Darmverschluss
- Verstopfung, evtl. auch andere Zustände, bei denen eine weitere Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z.B. bei starken Blähungen
- Blähung
- Darmentzündung im Zusammenhang mit Antibiotika-Therapie
- Durch Bakterien verursachte Entzündung des Dick- und Dünndarms (bakterielle Enterokolitis)
- Chronische Durchfälle
- Colitis ulcerosa, akuter Schub
- Lebererkrankungen
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Blähungen
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Schwindel
- Hautausschlag
- Schmerzen im Oberbauch
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Wechselwirkungen
Der Wirkstoff greift direkt an Rezeptoren im Darmbereich an. So kann er Darmbewegungen, die den Darminhalt weitertransportieren teilweise verhindern und damit den Stuhldrang und die Stuhlfrequenz reduzieren. Zusätzlich bewirkt Loperamid im Enddarmbereich eine Muskelanspannung des Schließmuskels.
Zusammensetzung
Bezugsangabe:
1 Tablette
Stoffe
2 mg Loperamid hydrochlorid, 1,86 mg Loperamid, + Calciumhydrogenphosphat-2-Wasser, + Carboxymethylstärke, Natrium Typ A, + Lactose-1-Wasser, 84 mg Lactose, + Magnesium stearat (pflanzlich), + Maisstärke, + Siliciumdioxid, hochdisperses