Handelt es sich bei Ihrem Kassenrezept um ein herkömmliches Rezept oder ein E-Rezept?
E-RezeptIbuprofen AbZ 200 mg
- PZN: 01016055
Wichtige Hinweise
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
Anwendung
Ibuprofen AbZ 200 mg Filmtabletten. Anwendungsgebiete: zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von leichten bis mÀÃig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und/oder Fieber.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ãrztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÃR DEN ANWENDER
Ibuprofen AbZ 200 mg Filmtabletten fÃŒr Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche und Erwachsene
Wirkstoff: Ibuprofen
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfÀltig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthÀlt wichtige Informationen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese spÀter nochmals lesen.
- Fragen Sie Ihren Apotheker, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat benötigen.
- Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fÃŒr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Siehe Abschnitt 4.
- Wenn Sie sich nach 3 Tagen bzw. Kinder und Jugendliche nach 4 Tagen nicht besser oder gar schlechter fÃŒhlen, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Was in dieser Packungsbeilage steht:
- WAS IST IBUPROFEN ABZ UND WOFÃR WIRD ES ANGEWENDET?
- WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON IBUPROFEN ABZ BEACHTEN?
- WIE IST IBUPROFEN ABZ EINZUNEHMEN?
- WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÃGLICH?
- WIE IST IBUPROFEN ABZ AUFZUBEWAHREN?
- INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN
1. WAS IST IBUPROFEN ABZ UND WOFÃR WIRD ES ANGEWENDET?
Ibuprofen AbZ ist ein entzÃŒndungshemmendes, fiebersenkendes und schmerzstillendes Arzneimittel (nichtsteroidales Antiphlogistikum/Antirheumatikum, NSAR). Ibuprofen AbZ wird angewendet zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von leichten bis mÀÃig starken Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen und/oder Fieber.
2. WAS SOLLTEN SIE VOR DER EINNAHME VON IBUPROFEN ABZ BEACHTEN?
Ibuprofen AbZ darf nicht eingenommen werden:
- wenn Sie allergisch gegen Ibuprofen oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn Sie in der Vergangenheit mit Bronchospasmus, AsthmaanfÀllen, Nasenschleimhautschwellungen, Hautreaktionen oder plötzlichen Schwellungen nach der Einnahme von AcetylsalicylsÀure oder anderen nicht-steroidalen EntzÌndungshemmern reagiert haben.
- bei ungeklÀrten Blutbildungsstörungen.
- bei bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen Magen/Zwölffingerdarm-GeschwÌren (peptischen Ulcera) oder Blutungen (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener GeschwÌre oder Blutungen).
- bei Magen-Darm-Blutung oder -Durchbruch (Perforation) in der Vorgeschichte im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR).
- bei Hirnblutungen (zerebrovaskulÀren Blutungen) oder anderen aktiven Blutungen.
- bei schweren Leber-oder Nierenfunktionsstörungen - bei schwerer HerzmuskelschwÀche (Herzinsuffizienz).
- bei schwerer Dehydratation (verursacht z.B. durch Erbrechen, Durchfall oder unzureichende FlÃŒssigkeitsaufnahme).
- im letzten Drittel der Schwangerschaft.
- bei Kindern unter 20 kg (6 Jahren), da diese DosisstÀrke aufgrund des Wirkstoffgehaltes in der Regel nicht geeignet ist.
Warnhinweise und VorsichtsmaÃnahmen:
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ibuprofen AbZ einnehmen. Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis Ìber den kÌrzest möglichen Zeitraum angewendet wird.
Sicherheit im Magen-Darm-Trakt:
Eine gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen AbZ mit anderen nicht-steroidalen EntzÃŒndungshemmern, einschlieÃlich so genannten COX-2-Hemmern (Cyclooxigenase-2-Hemmern), sollte vermieden werden.
Ãltere Patienten:
Bei Àlteren Patienten treten hÀufiger Nebenwirkungen nach Anwendung von nicht-steroidalen EntzÃŒndungshemmern auf, insbesondere Blutungen und DurchbrÃŒche im Magen-und Darmbereich, die unter UmstÀnden lebensbedrohlich sein können. Daher ist bei Àlteren Patienten eine besonders sorgfÀltige Àrztliche Ãberwachung erforderlich.
Blutungen des Magen-Darm-Traktes, GeschwÃŒre und DurchbrÃŒche (Perforationen):
Blutungen des Magen-Darm-Traktes, GeschwÌre und Perforationen, auch mit tödlichem Ausgang, wurden wÀhrend der Behandlung mit allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende Ereignisse im Magen-Darm-Trakt in der Vorgeschichte zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf. Das Risiko fÌr das Auftreten von Magen-Darm-Blutungen, GeschwÌren und DurchbrÌchen ist höher mit steigender NSAR-Dosis, bei Patienten mit GeschwÌren in der Vorgeschichte, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Durchbruch (siehe Abschnitt 2 \"Ibuprofen AbZ darf nicht eingenommen werden\") und bei Àlteren Patienten. Diese Patienten sollten die Behandlung mit der niedrigsten verfÌgbaren Dosis beginnen. FÌr diese Patienten sowie fÌr Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig-dosierter AcetylsalicylsÀure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das Risiko fÌr Magen-Darm-Erkrankungen erhöhen können, benötigen, sollte eine Kombinationstherapie mit Magenschleimhaut-schÌtzenden Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer) in Betracht gezogen werden. Wenn Sie eine Vorgeschichte von Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt aufweisen, insbesondere in höherem Alter, sollten Sie jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (vor allem Magen-Darm-Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden.
Vorsicht ist angeraten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko fÌr GeschwÌre oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Kortikosteroide, blutgerinnungshemmende Medikamente wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, die unter anderem zur Behandlung von depressiven Verstimmungen eingesetzt werden, oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS (siehe Abschnitt 2 \"Einnahme von Ibuprofen AbZ zusammen mit anderen Arzneimitteln\"). Wenn es bei Ihnen wÀhrend der Behandlung mit Ibuprofen AbZ zu Magen-Darm-Blutungen oder GeschwÌren kommt, ist die Behandlung abzusetzen. NSAR sollten bei Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) mit Vorsicht angewendet werden, da sich ihr Zustand verschlechtern kann (siehe Abschnitt 4 \"Welche Nebenwirkungen sind möglich?\").
Wirkungen am Herz-Kreislauf-System:
EntzÃŒndungshemmende Mittel/Schmerzmittel wie Ibuprofen können mit einem geringfÃŒgig erhöhten Risiko fÃŒr einen Herzanfall oder Schlaganfall einhergehen, insbesondere bei Anwendung in hohen Dosen. Ãberschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis oder Behandlungsdauer (maximal 3 Tage bei Kindern und Jugendlichen und 4 Tage bei Erwachsenen).
Sie sollten Ihre Behandlung vor der Einnahme von Ibuprofen AbZ mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen, wenn Sie:
- eine Herzerkrankung, einschlieÃlich HerzschwÀche (Herzinsuffizienz) und Angina pectoris (Brustschmerzen), haben oder einen Herzinfarkt, eine Bypass-Operation, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörungen in den Beinen oder FÃŒÃen aufgrund verengter oder verschlossener Arterien) oder jegliche Art von Schlaganfall (einschlieÃlich Mini-Schlaganfall oder transitorischer ischÀmischer Attacke, ",TIA",) hatten.
- Bluthochdruck, Diabetes oder hohe Cholesterinspiegel haben oder Herzerkrankungen oder SchlaganfÀlle in Ihrer Familienvorgeschichte vorkommen oder wenn Sie Raucher sind.
Hautreaktionen:
Im Zusammenhang mit der Behandlung mit Ibuprofen AbZ wurden schwerwiegende Hautreaktionen berichtet. Bei Auftreten von Hautausschlag, LÀsionen der SchleimhÀute, Blasen oder sonstigen Anzeichen einer Allergie sollten Sie die Behandlung mit Ibuprofen AbZ einstellen und sich unverzÌglich in medizinische Behandlung begeben, da dies die ersten Anzeichen einer sehr schwerwiegenden Hautreaktion sein können (siehe Abschnitt 4 \"Welche Nebenwirkungen sind möglich?\"). WÀhrend einer Windpockeninfektion (Varizellen-Infektion) sollte eine Anwendung von Ibuprofen AbZ vermieden werden.
Sonstige Hinweise:
Ibuprofen AbZ sollte nur unter strenger AbwÀgung des Nutzen-Risiko-VerhÀltnisses angewendet werden:
- bei bestimmten angeborenen Blutbildungsstörungen (z.B. akute intermittierende Porphyrie).
- bei bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenose).
Eine besonders sorgfÀltige Àrztliche Ãberwachung ist erforderlich:
- bei eingeschrÀnkter Nieren- oder Leberfunktion.
- bei Dehydratation.
- direkt nach gröÃeren chirurgischen Eingriffen.
- bei Allergien (z.B. Hautreaktionen auf andere Arzneimittel, Asthma, Heuschnupfen), chronischen Nasenschleimhautschwellungen oder chronischen, die Atemwege verengenden Atemwegserkrankungen.
Schwere akute Ãberempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) werden sehr selten beobachtet. Bei ersten Anzeichen einer schweren Ãberempfindlichkeitsreaktion nach Einnahme von Ibuprofen AbZ muss die Therapie abgebrochen werden. Der Symptomatik entsprechende, medizinisch erforderliche MaÃnahmen mÃŒssen durch fachkundige Personen eingeleitet werden. Ibuprofen kann vorÃŒbergehend die BlutplÀttchenfunktion (Thrombozytenaggregation) hemmen. Patienten mit Blutgerinnungsstörungen sollten daher sorgfÀltig ÃŒberwacht werden.
Bei lÀnger dauernder Gabe von Ibuprofen AbZ ist eine regelmÀÃige Kontrolle der Leberwerte, der Nierenfunktion sowie des Blutbildes erforderlich.
Bei Einnahme von Ibuprofen AbZ vor operativen Eingriffen ist der Arzt oder Zahnarzt zu befragen bzw. zu informieren. Die lÀngere Anwendung jeglicher Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern. Ist dies der Fall oder wird dies vermutet, sollte Àrztlicher Rat eingeholt und die Behandlung abgebrochen werden.
Die Diagnose von Kopfschmerz bei MedikamentenÃŒbergebrauch (Medication Overuse Headache, MOH) sollte bei Patienten vermutet werden, die an hÀufigen oder tÀglichen Kopfschmerzen leiden, obwohl (oder gerade weil) sie regelmÀÃig Arzneimittel gegen Kopfschmerzen einnehmen. Ganz allgemein kann die gewohnheitsmÀÃige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften NierenschÀdigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) fÃŒhren.
NSAR können Symptome einer Infektion oder von Fieber maskieren.
Kinder und Jugendliche:
Es besteht ein Risiko fÌr Nierenfunktionsstörungen bei dehydrierten Kindern und Jugendlichen. Bitte beachten Sie die Hinweise unter Abschnitt 2 \"Ibuprofen AbZ darf nicht eingenommen werden\".
Einnahme von Ibuprofen AbZ zusammen mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kÌrzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Ibuprofen AbZ kann andere Arzneimittel beeintrÀchtigen oder von diesen beeintrÀchtigt werden. Zum Beispiel:
- Arzneimittel, die gerinnungshemmend wirken (d. h. das Blut verdÌnnen/die Blutgerinnung verhindern, z.B. AcetylsalicylsÀure, Warfarin, Ticlopidin).
- Arzneimittel, die hohen Blutdruck senken (ACE-Hemmer wie z.B. Captopril, Betablocker wie z.B. Atenolol-haltige Arzneimittel, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten wie z.B. Losartan).
Einige andere Arzneimittel können die Behandlung mit Ibuprofen AbZ ebenfalls beeintrÀchtigen oder durch eine solche selbst beeintrÀchtigt werden. Sie sollten daher vor der Anwendung von Ibuprofen AbZ zusammen mit anderen Arzneimitteln immer den Rat Ihres Arztes oder Apothekers einholen. Die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen AbZ und Digoxin (Mittel zur StÀrkung der Herzkraft), Phenytoin (Mittel zur Behandlung von KrampfanfÀllen) oder Lithium (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen) kann die Konzentration dieser Arzneimittel im Blut erhöhen. Eine Kontrolle der Serum-Lithium-Spiegel, der SerumDigoxin- und der Serum-Phenytoin-Spiegel ist bei bestimmungsgemÀÃer Anwendung (maximal ÃŒber 3 Tage bei Kindern und Jugendlichen und 4 Tage bei Erwachsenen) in der Regel nicht erforderlich. Ibuprofen AbZ kann die Wirkung von entwÀssernden und blutdrucksenkenden Arzneimitteln (Diuretika und Antihypertensiva) abschwÀchen. Ibuprofen AbZ kann die Wirkung von ACE-Hemmern (Mittel zur Behandlung von HerzschwÀche und Bluthochdruck) abschwÀchen. Bei gleichzeitiger Anwendung kann weiterhin das Risiko fÃŒr das Auftreten einer Nierenfunktionsstörung erhöht sein. Die gleichzeitige Gabe von Ibuprofen AbZ und kaliumsparenden EntwÀsserungsmitteln (bestimmte Diuretika) kann zu einer Erhöhung des Kaliumspiegels im Blut fÃŒhren. Die gleichzeitige Verabreichung von Ibuprofen AbZ mit anderen entzÃŒndungs- und schmerzhemmenden Mitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antiphlogistika oder mit Glukokortikoiden erhöht das Risiko fÃŒr Magen-Darm-GeschwÃŒre oder Blutungen.
Thrombozytenaggregationshemmer wie AcetylsalicylsÀure und bestimmte Antidepressiva (selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer/SSRI) können das Risiko fÃŒr Magen-Darm-Blutungen erhöhen. Die Gabe von Ibuprofen AbZ innerhalb von 24 Stunden vor oder nach Gabe von Methotrexat kann zu einer erhöhten Konzentration von Methotrexat und einer Zunahme seiner unerwÃŒnschten Wirkungen fÃŒhren. Das Risiko einer nierenschÀdigenden Wirkung durch Ciclosporin (Mittel, das zur Verhinderung von TransplantatabstoÃungen, aber auch in der Rheumabehandlung eingesetzt wird) wird durch die gleichzeitige Gabe bestimmter nicht-steroidaler Antiphlogistika erhöht. Dieser Effekt kann auch fÃŒr eine Kombination von Ciclosporin mit Ibuprofen nicht ausgeschlossen werden. Arzneimittel, die Probenecid oder Sulfinpyrazon (Mittel zur Behandlung von Gicht) enthalten, können die Ausscheidung von Ibuprofen verzögern. Dadurch kann es zu einer Anreicherung von Ibuprofen im Körper mit VerstÀrkung seiner unerwÃŒnschten Wirkungen kommen. NSAR können möglicherweise die Wirkung von blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Warfarin verstÀrken. Bei gleichzeitiger Behandlung wird eine Kontrolle des Gerinnungsstatus empfohlen.
Klinische Untersuchungen haben Wechselwirkungen zwischen nicht-steroidalen Antiphlogistika und Sulfonylharnstoffen (Mittel zur Senkung des Blutzuckers) gezeigt. Bei gleichzeitiger Gabe von Ibuprofen AbZ und Sulfonylharnstoffen wird vorsichtshalber eine Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen. Tacrolimus: Das Risiko einer NierenschÀdigung ist erhöht, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig verabreicht werden. Zidovudin: Es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Risiko fÌr Einblutungen in Gelenke (HÀmarthrosen) und HÀmatome bei HIV-positiven HÀmophilie-Patienten (Blutern), die gleichzeitig Zidovudin und Ibuprofen einnehmen. Antibiotika aus der Gruppe der Chinolone: Das Risiko fÌr KrampfanfÀlle kann erhöht sein, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig eingenommen werden.
CYP2C9-Hemmer, da die gleichzeitige Anwendung von Ibuprofen und CYP2C9-Hemmern die Exposition gegenÌber Ibuprofen (CYP2C9-Substrat) erhöhen kann. In einer Studie mit Voriconazol und Fluconazol (CYP2C9-Hemmern) wurde eine um etwa 80 - 100 % erhöhte Exposition gegenÌber S(+)-Ibuprofen gezeigt. Eine Reduktion der Ibuprofendosis sollte in Betracht gezogen werden, wenn gleichzeitig potente CYP2C9-Hemmer angewendet werden, insbesondere wenn hohe Dosen von Ibuprofen zusammen mit entweder Voriconazol oder Fluconazol verabreicht werden.
Ginkgo biloba (ein pflanzliches Arzneimittel) kann das Blutungsrisiko von NSAR erhöhen.
Einnahme von Ibuprofen AbZ zusammen mit Nahrungsmitteln, GetrÀnken und Alkohol:
Weil Nebenwirkungen, insbesondere zentralnervöse Nebenwirkungen und Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt, verstÀrkt werden können, sollten Sie wÀhrend der Anwendung von Ibuprofen AbZ möglichst keinen Alkohol trinken.
Schwangerschaft, Stillzeit und FortpflanzungsfÀhigkeit:
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft:
Wird wÀhrend der Anwendung von Ibuprofen AbZ eine Schwangerschaft festgestellt, so ist der Arzt zu benachrichtigen. Sie dÌrfen Ibuprofen im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel nur nach RÌcksprache mit Ihrem Arzt anwenden. Im letzten Drittel der Schwangerschaft darf Ibuprofen AbZ wegen eines erhöhten Risikos von Komplikationen fÌr Mutter und Kind nicht angewendet werden.
Stillzeit:
Der Wirkstoff Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen nur in geringen Mengen in die Muttermilch Ìber. Da nachteilige Folgen fÌr den SÀugling bisher nicht bekannt geworden sind, wird bei kurzfristiger Anwendung der empfohlenen Dosis eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich sein.
FortpflanzungsfÀhigkeit:
Ibuprofen AbZ gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (nicht-steroidale Antirheumatika), die die Fruchtbarkeit von Frauen beeintrÀchtigen können. Diese Wirkung ist nach Absetzen des Arzneimittels reversibel (umkehrbar).
VerkehrstÌchtigkeit und FÀhigkeit zum Bedienen von Maschinen:
Da bei der Anwendung von Ibuprofen AbZ in höherer Dosierung zentralnervöse Nebenwirkungen wie MÃŒdigkeit und Schwindel auftreten können, kann im Einzelfall das Reaktionsvermögen verÀndert und die FÀhigkeit zur aktiven Teilnahme am StraÃenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeintrÀchtigt werden. Dies gilt in verstÀrktem MaÃe im Zusammenwirken mit Alkohol. Sie können dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell und gezielt genug reagieren. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto oder andere Fahrzeuge. Bedienen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen. Arbeiten Sie nicht ohne sicheren Halt.
Ibuprofen AbZ enthÀlt Natrium:
Dieses Arzneimittel enthÀlt weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Filmtablette, d.h., es ist nahezu \"natriumfrei\".
3. WIE IST IBUPROFEN ABZ EINZUNEHMEN?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau wie in dieser Packungsbeilage beschrieben bzw. genau nach der mit Ihrem Arzt oder Apotheker getroffenen Absprache ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
FÃŒr Erwachsene:
Wenn bei Erwachsenen die Einnahme dieses Arzneimittels fÌr mehr als 3 Tage bei Fieber bzw. fÌr mehr als 4 Tage bei Schmerzen erforderlich ist oder wenn sich die Symptome verschlimmern, sollte Àrztlicher Rat eingeholt werden.
FÃŒr Kinder und Jugendliche:
Wenn bei Kindern und Jugendlichen die Einnahme dieses Arzneimittels fÌr mehr als 3 Tage erforderlich ist oder wenn sich die Symptome verschlimmern, sollte Àrztlicher Rat eingeholt werden.
Die empfohlene Dosis betrÀgt:
| Körpergewicht (Alter) | Einzeldosis | maximale Tagesdosis |
| 20 - 29 kg (Kinder: 6 - 9 Jahre) | 1 Filmtablette (entsprechend 200 mg Ibuprofen) | 3 Filmtabletten (entsprechend bis 600 mg Ibuprofen) |
| 30 - 39 kg (Kinder: 10 - 11 Jahre) | 1 Filmtablette (entsprechend 200 mg Ibuprofen) | 4 Filmtabletten (entsprechend 800 mg Ibuprofen) |
| >, 40 kg (Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene) | 1 - 2 Filmtabletten (entsprechend 200 - 400 mg Ibuprofen) | 6 Filmtabletten (entsprechend 1.200 mg Ibuprofen) |
Wenn Sie die maximale Einzeldosis eingenommen haben, warten Sie mindestens 6 Stunden bis zur nÀchsten Einnahme. Nebenwirkungen können minimiert werden, wenn die zur Symptomkontrolle erforderliche niedrigste wirksame Dosis Ìber den kÌrzest möglichen Zeitraum angewendet wird.
Dosierung bei Àlteren Menschen:
Es ist keine spezielle Dosisanpassung erforderlich.
Art der Anwendung:
Nehmen Sie die Filmtabletten bitte unzerkaut mit reichlich FlÌssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) wÀhrend oder nach einer Mahlzeit ein. Wenn Sie einen empfindlichen Magen haben, empfiehlt es sich, Ibuprofen AbZ wÀhrend der Mahlzeiten einzunehmen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ibuprofen AbZ zu stark oder zu schwach ist. Nehmen Sie Ibuprofen AbZ nach den Anweisungen des Arztes bzw. nach der in der Packungsbeilage angegebenen Dosierungsanleitung ein. Wenn Sie das GefÌhl haben, keine ausreichende Schmerzlinderung zu spÌren, dann erhöhen Sie nicht selbstÀndig die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt.
Wenn Sie eine gröÃere Menge von Ibuprofen AbZ eingenommen haben als Sie sollten:
Falls Sie mehr Ibuprofen AbZ eingenommen haben, als Sie sollten, oder falls Kinder aus Versehen das Arzneimittel eingenommen haben, wenden Sie sich immer an einen Arzt oder ein Krankenhaus in Ihrer NÀhe, um eine EinschÀtzung des Risikos und Rat zur weiteren Behandlung zu bekommen. Die Symptome einer Ãberdosierung können Ãbelkeit, Magenschmerzen, Erbrechen (möglicherweise auch mit Blut), Kopfschmerzen, Ohrensausen, Verwirrung und Augenzittern umfassen. Des Weiteren sind Blutungen im Magen-Darm-Trakt möglich. Bei hohen Dosen wurde ÃŒber SchlÀfrigkeit, Benommenheit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Ohnmacht, KrÀmpfe (vor allem bei Kindern), SchwÀche und SchwindelgefÃŒhle, Blut im Urin, Funktionsstörungen von Leber und Nieren, verminderte Atmung (Atemdepression), Blutdruckabfall, blaurote FÀrbung von Haut und SchleimhÀuten (Zyanose), Frieren und Atemprobleme berichtet. Es gibt kein spezifisches Gegenmittel (Antidot).
Wenn Sie die Einnahme von Ibuprofen AbZ vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÃGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten mÃŒssen. Die AufzÀhlung der folgenden unerwÃŒnschten Wirkungen umfasst alle bekannt gewordenen Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Ibuprofen, auch solche unter hoch dosierter Langzeittherapie bei Rheumapatienten. Die HÀufigkeitsangaben, die ÃŒber sehr seltene Meldungen hinausgehen, beziehen sich auf die kurzzeitige Anwendung bis zu Tagesdosen von maximal 1.200 mg Ibuprofen fÃŒr orale Darreichungsformen (= 6 Filmtabletten Ibuprofen AbZ) und maximal 1.800 mg fÃŒr ZÀpfchen. Bei den folgenden unerwÃŒnschten Arzneimittelwirkungen muss berÃŒcksichtigt werden, dass sie ÃŒberwiegend dosisabhÀngig und von Patient zu Patient unterschiedlich sind. Die am hÀufigsten beobachteten Nebenwirkungen betreffen den Verdauungstrakt. Magen/Zwölffingerdarm-GeschwÃŒre (peptische Ulcera), Perforationen (DurchbrÃŒche) oder Blutungen, manchmal tödlich, können auftreten, insbesondere bei Àlteren Patienten (siehe Abschnitt 2 \"Warnhinweise und VorsichtsmaÃnahmen\"). Ãbelkeit, Erbrechen, Durchfall, BlÀhungen, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, abdominale Schmerzen, Teerstuhl, Bluterbrechen, EntzÃŒndung der Mundschleimhaut mit GeschwÃŒrbildung (ulcerative Stomatitis), Verschlimmerung von Colitis und Morbus Crohn (siehe Abschnitt 2 \"Warnhinweise und VorsichtsmaÃnahmen\") sind nach Anwendung berichtet worden. Weniger hÀufig wurde eine MagenschleimhautentzÃŒndung beobachtet. Insbesondere das Risiko fÃŒr das Auftreten von MagenDarm-Blutungen ist abhÀngig vom Dosisbereich und der Anwendungsdauer. Ãdeme, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz wurden im Zusammenhang mit NSAR-Behandlung berichtet. Arzneimittel wie Ibuprofen AbZ sind möglicherweise mit einem geringfÃŒgig erhöhten Risiko fÃŒr HerzanfÀlle (\"Herzinfarkt\") oder SchlaganfÀlle verbunden.
Weitere Nebenwirkungen:
HÀufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Ãbelkeit, Erbrechen, BlÀhungen, Durchfall, Verstopfung und geringfÃŒgige Magen-Darm-Blutverluste, die in AusnahmefÀllen eine Blutarmut (AnÀmie) verursachen können. Sollten stÀrkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine SchwarzfÀrbung des Stuhls auftreten, so mÃŒssen Sie Ibuprofen AbZ absetzen und sofort den Arzt informieren.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Zentralnervöse Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Erregung, Reizbarkeit oder MÌdigkeit.
- Sehstörungen. In diesem Fall mÌssen Sie die Anwendung von Ibuprofen abbrechen und Ihren Arzt informieren.
- Magen/Zwölffingerdarm-GeschwÌre (peptische Ulcera), unter UmstÀnden mit Blutung und Durchbruch. MundschleimhautentzÌndung mit GeschwÌrbildung (ulcerative Stomatitis), VerstÀrkung einer Colitis ulcerosa oder eines Morbus Crohn, MagenschleimhautentzÌndung (Gastritis). Sollten stÀrkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine SchwarzfÀrbung des Stuhls auftreten, so mÌssen Sie Ibuprofen AbZ absetzen und sofort den Arzt informieren.
- Ãberempfindlichkeitsreaktionen mit HautausschlÀgen und Hautjucken sowie AsthmaanfÀllen (ggf. mit Blutdruckabfall). In diesem Fall ist umgehend der Arzt zu informieren, und Ibuprofen AbZ darf nicht mehr eingenommen werden.
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen):
- OhrgerÀusche (Tinnitus), Hörstörungen.
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen):
- Herzklopfen (Palpitationen), Ãdeme (FlÃŒssigkeitseinlagerungen), HerzmuskelschwÀche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt.
- Störungen der Blutbildung (AnÀmie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose). Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflÀchliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen. In diesen FÀllen ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben.
- EntzÃŒndung der Speiseröhre (Ãsophagitis) und der BauchspeicheldrÃŒse (Pankreatitis). Sollten stÀrkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl und/oder eine SchwarzfÀrbung des Stuhls auftreten, so mÃŒssen Sie Ibuprofen AbZ absetzen und sofort den Arzt informieren.
- Ausbildung von membranartigen Verengungen in DÃŒnn-und Dickdarm (intestinale, diaphragmaartige Strikturen).
- Vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe mit Ausbildung von Ãdemen, insbesondere bei Patienten mit Bluthochdruck oder eingeschrÀnkter Nierenfunktion, nephrotisches Syndrom (Wasseransammlung im Körper [Ãdeme] und starke EiweiÃausscheidung im Harn), entzÃŒndliche Nierenerkrankung (interstitielle Nephritis), die mit einer akuten Nierenfunktionsstörung einhergehen kann. Es können auch NierengewebsschÀdigungen (Papillennekrosen) und erhöhte HarnsÀurekonzentrationen im Blut auftreten. Verminderung der Harnausscheidung, Ansammlung von Wasser im Körper (Ãdeme) sowie allgemeines Unwohlsein können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein. Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, so mÃŒssen Sie Ibuprofen AbZ absetzen und sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen.
- Schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse/Lyell-Syndrom), Haarausfall (Alopezie).
- In AusnahmefÀllen kann es zu einem Auftreten von schweren Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen wÀhrend einer Windpockenerkrankung (Varizelleninfektion) kommen.
- im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzÃŒndungshemmender Arzneimittel (nicht-steroidaler Antiphlogistika, zu diesen gehört auch Ibuprofen AbZ) ist eine Verschlechterung infektionsbedingter EntzÃŒndungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben worden. Wenn wÀhrend der Anwendung von Ibuprofen AbZ Anzeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, ÃberwÀrmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzÃŒglich der Arzt zu Rate gezogen werden.
- unter der Anwendung von Ibuprofen wurde die Symptomatik einer nicht auf einer Infektion beruhenden HirnhautentzÃŒndung (aseptischen Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Ãbelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder BewusstseinstrÃŒbung beobachtet. Ein erhöhtes Risiko scheint fÃŒr Patienten zu bestehen, die bereits an bestimmten Autoimmunerkrankungen (systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen) leiden. Wenn wÀhrend der Anwendung von Ibuprofen AbZ Anzeichen einer Infektion (z.B. Rötung, Schwellung, ÃberwÀrmung, Schmerz, Fieber) neu auftreten oder sich verschlimmern, sollte daher unverzÃŒglich der Arzt zu Rate gezogen werden.
- Bluthochdruck (arterielle Hypertonie).
- Schwere allgemeine Ãberempfindlichkeitsreaktionen. Sie können sich ÀuÃern als: Gesichtsödem, Zungenschwellung, innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege, Luftnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis hin zum bedrohlichen Schock. Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige Àrztliche Hilfe erforderlich und Sie dÃŒrfen Ibuprofen AbZ nicht mehr einnehmen. Leberfunktionsstörungen, LeberschÀden, insbesondere bei der Langzeittherapie, Leberversagen, akute LeberentzÃŒndung (Hepatitis). Bei lÀnger dauernder Gabe sollten die Leberwerte regelmÀÃig kontrolliert werden.
- Psychotische Reaktionen, Depression.
Nicht bekannt (HÀufigkeit auf Grundlage der verfÌgbaren Daten nicht abschÀtzbar):
- Es kann zu einer schweren Hautreaktion, bekannt als DRESS-Syndrom, kommen. Die Symptome von DRESS umfassen Hautausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und eine Zunahme von Eosinophilen (einer Form der weiÃen Blutkörperchen).
- Bei Behandlungsbeginn ein roter, schuppiger, weit verbreiteter Hautausschlag mit Unebenheiten unter der Haut und von Fieber begleiteten Blasen, die sich in erster Linie auf den Hautfalten, dem Rumpf und den oberen ExtremitÀten befinden (akutes generalisiertes pustulöses Exanthem). Beenden Sie die Anwendung von Ibuprofen AbZ, wenn Sie diese Symptome entwickeln, und begeben Sie sich unverzÃŒglich in medizinische Behandlung (siehe auch Abschnitt 2 ",Warnhinweise und VorsichtsmaÃnahmen",).
Meldung von Nebenwirkungen:
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch fÌr Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut fÌr Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen Ìber die Sicherheit dieses Arzneimittels zur VerfÌgung gestellt werden.
5. WIE IST IBUPROFEN ABZ AUFZUBEWAHREN?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel fÌr Kinder unzugÀnglich auf. Sie dÌrfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Blisterpackungen nach \"Verwendbar bis\" angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. FÌr dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Entsorgen Sie Arzneimittel niemals Ìber das Abwasser (z.B. nicht Ìber die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
6. INHALT DER PACKUNG UND WEITERE INFORMATIONEN
Was Ibuprofen AbZ enthÀlt:
Der Wirkstoff ist Ibuprofen. Jede Filmtablette enthÀlt 200 mg Ibuprofen. Die sonstigen Bestandteile sind vorverkleisterte MaisstÀrke, Hypromellose, Croscarmellose-Natrium, StearinsÀure, Hochdisperses Siliciumdioxid, Macrogol 8000, Titandioxid.
Wie Ibuprofen AbZ aussieht und Inhalt der Packung:
WeiÃe, runde, gewölbte Filmtabletten. Ibuprofen AbZ ist in Packungen mit 10, 20 und 50 Filmtabletten erhÀltlich.
Pharmazeutischer Unternehmer:
AbZ-Pharma GmbH
Graf-Arco-Str. 3
89079 Ulm
Hersteller:
Merckle GmbH
Ludwig-Merckle-Str. 3
89143 Blaubeuren
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt ÃŒberarbeitet im November 2019.
Quelle: Angaben der Packungsbeilage
Stand: 11/2020
Dosierung
(mit 20-29 kg Körpergewicht)Einzeldosis1 TabletteGesamtdosis1-3 mal täglichZeitpunktim Abstand von 6 Stunden, unabhängig von der MahlzeitTxtAllgemeine Dosierungsempfehlung:
PersonenkreisKinder von 10-11 Jahren
(mit 30-39 kg Körpergewicht)Einzeldosis1 TabletteGesamtdosis1-4 mal täglichZeitpunktim Abstand von 6 Stunden, unabhängig von der MahlzeitTxtAllgemeine Dosierungsempfehlung:
PersonenkreisJugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene
(über 40 kg Körpergewicht)Einzeldosis1-2 TablettenGesamtdosis1-4 mal täglich
(max. 6 Tabletten pro Tag)Zeitpunktim Abstand von 6 Stunden, unabhängig von der MahlzeitTxtAllgemeine Dosierungsempfehlung:
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Ohne ärztlichen Rat sollten Erwachsene das Arzneimittel nicht länger als 3 Tage bei Fieber bzw. für mehr als 4 Tage bei Schmerzen anwenden. Kinder und Jugendliche sollten das Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 3 Tage anwenden. Wenn sich die Symptome verschlimmern sollte generell ärztlicher Rat eingeholt werden.
Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Benommenheit sowie zu Atemstörungen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Gegenanzeigen
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Blutbildungsstörungen
- Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
- Blutungen im Magen-Darm-Trakt, auch in der Vorgeschichte
- Magen-Darm-Durchbruch, in der Vorgeschichte in Zusammenhang mit der Einnahme bestimmter Arzneimittel (nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika)
- Aktive Blutungen, wie:
- Hirnblutungen
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Stark eingeschränkte Nierenfunktion
- Schwere Herzschwäche
- Schwerer Flüssigkeitsmangel
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Magen-Darm-Beschwerden
- Entzündliche Darmerkrankungen, auch in der Vorgeschichte, wie:
- Morbus Crohn
- Colitis ulcerosa
- Blutgerinnungsstörung
- Bluthochdruck
- Koronare Herzkrankheit (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels)
- Mögliche Gefahr einer Gefäßverengung am Herzen, wie bei:
- Erhöhte Fettkonzentration im Blut
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Rauchen
- Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
- Durchblutungsstörung der Hirngefäße
- Kollagenosen (Veränderungen im Bindegewebsbereich), wie:
- Lupus erythematodes
- Mischkollagenose (entzündlich-rheumatische Kollagenose)
- Porphyrie (Stoffwechselkrankheit)
- Größere Operation, die kurz zuvor stattgefunden haben
- Windpocken
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Ältere Patienten: Die Behandlung sollte mit Ihrem Arzt gut abgestimmt und sorgfältig überwacht werden, z.B. durch engmaschige Kontrollen. Die erwünschten Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen des Arzneimittels können in dieser Gruppe verstärkt oder abgeschwächt auftreten.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.
Nebenwirkungen
- Magen-Darm-Beschwerden, wie:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Sodbrennen
- Blähungen
- Durchfälle
- Verstopfung
- Bauchschmerzen
- Blutungen im Magen-Darm-Bereich
- Teerstühle, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
- Magenschleimhautentzündung
- Geschwüre im Verdauungstrakt, die auch durchbrechen können
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Reizbarkeit
- Erregung
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Sehstörungen, bei Auftreten bitte sofort einen Arzt aufsuchen
- Verschlimmerung einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa)
- Verschlimmerung einer chronischen Entzündung von Magen-Darm-Bereichen (Morbus Crohn)
- Geschwür im Mund
- Asthmaanfall, gebenenfalls mit Blutdruckabfall
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben!
- Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, um zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen chronisch werden.
- Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen. Werden mehrere Schmerzmittel kombiniert, oder sind in einem Schmerzmittel mehrere Wirkstoffe enthalten, erhöht sich das Risiko dafür.
- Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen: Bei Ihnen kann das Arzneimittel einen Asthmaanfall oder eine starke allergische Hautreaktion auslösen. Fragen Sie daher vor der Anwendung Ihren Arzt.
- Vorsicht bei Allergie gegen Schmerzmittel!.
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden. Gelegentlicher Alkoholkonsum in kleinen Mengen ist erlaubt, aber nicht zusammen mit dem Medikament.
Wechselwirkungen
Der Wirkstoff gehört zu einer Gruppe von Stoffen, die sowohl gegen Schmerzen, als auch gegen Entzündungen wirken und Fieber senken können. Alle drei Wirkungen beruhen vor allem auf der Hemmung eines körpereigenen Stoffes, genannt Prostaglandin. Dieser Stoff muss als Botenstoff vorhanden sein, damit Schmerz empfunden, Entzündungsreaktionen gestartet oder die Körpertemperatur angehoben werden kann.
Zusammensetzung
Bezugsangabe:
1 Tablette
Stoffe
200 mg Ibuprofen, + Maisstärke, vorverkleistert, + Hypromellose, + Croscarmellose natrium, + Stearinsäure, + Siliciumdioxid, hochdisperses, + Macrogol 8000, + Titandioxid